Thema: August 09
szia!

als ersten eintrag hab ich einfach nochmal die mail, die die meisten von euch schon erhalten haben, reingesgtellt. für diejenigen, die gerne nachlesen oder diese Mail noch nicht gesehen haben ;)



hallo ihr alle!
kaum zu glauben, aber ich bin tatsächlich schon seit drei wochen hier in budapest, habe schon ne menge erlebt und weiß natürlich gar nicht, wie und wo ich anfangen soll…
eigentlich hatte ich ja vor, dieses wochenende endlich einen blog zu erstellen, aber aufgrund von technischen schwierigkeiten wird es wohl noch ein paar tage dauern. aber ich werde jetzt schon fleißig beiträge schreiben, damit es dann endlich bald mehr zu lesen gibt! bis dahin gibt’s einen kurzen abstecher in die letzten paar wochen.

die 12h-fahrt im zug war lang und lang, die strecke verlief von berlin über dresden, prag und bratislava nach budapest, ich bin am tag gefahren, also gab es wenigsten von der landschaft viel zu sehen ;)
am Bahnhof angekommen, stand ich da mit meinem schweren rucksack und meinem noch schwereren koffer und hätte warscheinlich nicht mal gewusst, wo in dieser stadt oben und unten ist, hätte mich nicht eine liebe mentorin von dem sprachkurs, den ich die letzten drei wochen absolviert habe, eingefangen und zum wohnheim gebracht, was tatsächlich am anderen ende der stadt war. und auch im wohnheim selbst wäre es etwas schwierig geworden, denn die netten menschen dort verstanden weder englisch noch deutsch. nach anfänglichen schwierigkeiten, die sich über ein halbe stunde hinzogen, hab ich dann auch meinen platz im 3-zimmer bekommen. das wohnheim enspricht nicht gerade unserem standard, besonders die duschen und toiletten haben uns teilweise erschreckt, aber es war günstig, man hatte ein bett und wir hatten dort alle zusammen trotzdem eine menge spaß auf dem gang, hatte was von ferienlager ;)
trotzdem haben sich viele möglichst schnell eine wohnung gesucht, genau wie ich. mein wunsch war es natürlich, in eine bestehende, internationale wg, am besten mit ungarn, zu ziehen, was sich hier warscheinlich die meisten erhofften. hat sich leider nicht ganz erfüllt, aber die wohnung, die ich schließlich vor zwei wochen bezogen habe, besteht schon länger, ist im besitz der eltern meiner norwegischen mitbewohnerin, was bedeutet, das die wohnung sehr gut ausgestattet ist (besonders die küche, geschirrspüler und sandwichmaker ;)) und ist somit international. nur ein ungar ist nicht dabei, was sich theoretisch noch ändern könnte, da wir immer noch zimmer frei haben, doch ich nehme an, dass doch eher ein ERASMUS-student, so wie ich einer bin, hier einziehen wird. aber ich bin sehr zufrieden, die wohnung ist zudem in unmittelbarer „fuß“-nähe zu den meisten gebäuden meiner uni. was will man mehr als morgens länger schlafen ;)

der unterricht fing dann auch ziemlich bald nach meiner ankunft an, am montag versammelten wir uns dann an der Eötvös Loránd University (ELTE) und wurden in kleine gruppen eingeteilt. zusammen waren wir an die 70 studenten aus allen möglichen ländern europas, spanien, italien, england, frankreich, niederlande, norwegen, finnland, estland, polen, tschechien, türkei und natürlich deutschland. alles in allem viele nette leute, viele namen, fröhliche begegnungen und interessante unterhaltungen :) die deutschen machten aber tatsächlich die hälfte des sprachkurses aus, wodurch die reaktion auf die antwort „ich bin aus deutschland“ meisten war „ach, schon wieder einer“ ;) noch dazu wurden wir in deutsche und englische unterrichtsgruppen eingeteilt, wobei wir uns nicht ganz einig waren, ob wir das jetzt gut fanden oder nicht. aber wir hatten trotzdem die pausen und die nachmittags- und abendprogramme, um uns wieder zu ‚vermischen‘!
die lehrer waren teils älter und erfahren, teils jung und zum ersten mal dabei. mein kurs hatte anfangs noch bei einer älteren lehrerin, die dann ab der zweiten woche von zwei jungen kolleginnen abgelöst wurde, die beide noch studentinnen waren und zum ersten mal unterrichteten. trotzdem haben wir die beiden ganz klar vorgezogen, sie haben ihre sache sehr gut gemacht, sich viel zeit für die grammatik genommen, die teilweise wirklich nicht einfach ist, und durch selbstgebastelte spiele immer für spaß in den stunden gesorgt :)
am nachmittag und abend haben dann die organisatoren des sprachkurses ein breites kulturprogramm angeboten, vom ‚budapest-hunting‘ ein erstes stadt-kennenlern-spiel über verschiedene munsthallen- und Museumsbesuche, präsentationen zur geschichte, architektur, politik und aktuellen ereignissen bis zum besuch von szentendre, einer kleinen kulturträchtigen stadt nordwestlich von budapest, sowie eine wochenendfahrt zum balaton. die ganzen geschichten dazu würde ich gerne auf später verschieben, nur soviel, es war ein sehr schönes und interessantes angebot, teilweise etwas chaotisch orhanisiert, aber immer mit viel mühe und freude dargeboten, und man kam schon mal ein bisschen auf den geschmack des ungarischen zeitgefühls, es dauerte nämlich alles etwas länger als gewohnt…

letzten freitag habe ich dann auch meine komilitonen kennengelernt auf unserem ersten gemeinsamen treffen für einen rundgang durch die stadt zu den wichtigsten gebäuden und instituten für mediziner, zahnmediziner und pharmakologen. und wir sind nur ein paar wenige deutsche :))) freu mich auf jeden fall schon sehr, bald mir dem studium anfangen zu können. die organisation wird auch hier etwas komplizierter als gewohnt, aber da finde ich mich schon rein. zumindest hab ich jetzt schon fast herausgefunden, wo ich wann diese woche immer sein muss…!

das war erstmal ein kurzer einblick in mein momentanes dasein ;) mehr folgt sehr, sehr bald!
ich hoffe, euch geht es allen gut!!!! und ich drück euch alle ganz lieb :)))


viszontlátásro!
die katrin ^^