Thema: September 09
09. Oktober 09
Szia! Oder wie ich diesmal auch sagen kann 'Zdravo!'
Mein erster größerer Ausflug hat stattgefunden und zwar nach Belgrad, Hauptstadt Serbiens, und davon möchte ich nun berichten.
An diesem Wochenende waren viele Erasmus-Studenten von unserer und auch anderen Uni's aus Budapest und Ungarn zum 'Wondercamp' am Balaton. So sehr es mich auch gereizt hat, nochmal das schöne Flair des Plattensees zu genießen und noch ein paar andere Leute kennenzulernen, zumal das Wetter ja noch super war, hat mich einmal der Preis etwas abgeschreckt und zum anderen, dass dem ganzen zu sehr 'Party und Saufen' aufgedrückt war. Also haben ich und ein paar andere sich überlegt, was man sonst mit Geld und Wochenende anfangen könnte. Und das kam dabei raus:
FREITAG
Für den Tag gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn unser Trip ging am Abend 23Uhr erst los. Um es gleich vorneweg zu nehmen, das Wochenende war super!!! ...bis auf die Zugfahrten, denn wir waren mal ganz Student und sind hin und zurück nachts gefahren, damit wir nur eine Übernachtung dort bezahlen mussten. Das hieß natürlich zwei Nächte zu fünft (wenn wir Pech hatten auch mehr) in einem kleinen Abteil der Osteuropäischen Eisenbahn zu verbringen, insgesamt vier mal geweckt zu werden, zwei mal zur Ticketkontrolle, einmal Pass in Ungarn und einmal in Serbien. Zudem hat der Zug auf beiden Fahrten anstatt jeweils 7 Stunden 1-2h länger gebraucht. Naja, das nimmt man halt mal hin. Ich hatte wenigstens meinen Schlafsack dabei und so war es immerhin warm und kuschelig. Und ich stand trotzdem am Montag wenige Stunden nach Ankunft in Budapest wieder brav in der Uni ;)
SAMSTAG
Um 7Uhr morgens purzelten wir dann aus dem Zug raus in die Bahnhofshalle in Belgrad. Geld tauschen, Hostel aufsuchen. War nicht schwer, das Hostel war vielleicht 3min vom Bahnhof entfernt und hatte 24h auf. Und so wurden wir gleich sehr nett und mit Kaffee von einem der Inhaber empfangen. Dieses Hostel gab es erst seit drei Monaten und wurde von 8 serbischen Jungs finanziert und eröffnet, alles neu und selbst gebaut, klein und gemütlich, heiße Getränke inklusive. Super :)
Nachdem wir uns alle auf einen späteren Mittagsschlaf geeinigt hatten, ging es gleich los in die Stadt, Frühstück suchen. Vorbei an einer Touristeninformation, die uns mit Stadtplänen ausstattete, schlenderten wir in die Innenstadt. Und fanden ein Café mit dem köstlichstem Brownie, den ich je gegessen hab :)

Die Innenstadt, Knez Mihailova ulica, wird auch Prachtstraße genannt, hier befinden sich Kulturzentren, Theater, Universitäten, aber vor allen Dingen Cafés und Shops, sehr touristisch, alles was wir drum herum gesehen haben, besonders an Gebäuden, sah grundlegend anders aus. Von der Straße sind wir dann auf direktem Weg zum Kalemegdan gekommen, einer riesiegen Parkanlage auf dem Hügel der ehemaligen Festung von Belgrad. Überall sieht man noch alte Gemäuer herumstehen, teilweise gut erhalten und zu Museen umgebaut, Und wir hatten von dort oben eine schöne Aussicht auf die Flußgabelung der Donau und Save.

Ja, das sind übrigens wir ;) Drei Mädels aus Deutschland, zwei Jungs aus Polen: ich, Phuong, Sebastian, Kamil, Esther

Kalemegdan

:)
Auf unserer gesamten Stadttour sind wir immer wieder an christlich-orthodoxen Kirchen vorbeigekommen, verständlich, wenn 90Prozent der Belgrader dieser Konfession angehören. Die schönste Kirche allerdings war die Hram Svetog Sav, die Kathedrale des heiligen Sava, auf dem Hügel Vračar im Süden der Stadt. Sie ist eines der größten orthodoxen Kirchenhäuser der Welt, außen ganz weiß und hat den Platz dort komplett ausgefüllt. Wunderschön! Am interessantesten fand ich eigentlich, dass diese Kirche noch nicht fertig war, 2007 wurden gerade mal die Außenarbeiten beendet, innen war sie jedoch noch komplett im Rohzustand und man sah einfach nur Beton. Irgendwie komisch, für mich sind Kirchen etwas Altes, vielleicht schon Restaurierbedürftiges, aber einen völligen Neubau zu sehen... 2012 kann ich ja nochmal hin, da soll sie fertig sein ;)

Weiter auf unserem Rundgang durch 'Altbelgrad' haben wir noch weitere interressante Gebäude und Plätze erkundet, sauber und schön hergerichtet, andererseits auch alt und verfallen, sind einfach mal durch normales Wohngebiet geschländert, waren in Skadarlija, dem alten Bohèmeviertel mit vielen kleinen Cafés und Restaurants, auf dem Trg Republike und nach einem großen Bogen durch die Stadt kamen wir schließlich wieder im Hostel an. Auf den Bildern kann ich euch vielleicht ein bisschen das Aussehend der Stadt zeigen.

Universität
Stadtschloss

unsere Jungs vor dem Parlament
Kulturzentrum am Trg Republike
am Trg Slavija
Skadarlija

;)
Abends waren wir dann im 'Café ?' in Altbelgrad lecker Cevapcici essen und zum Nachtisch Eis bei unserem neu entdecktem Lieblingscafé ;)
Obwohl wir alle schon etwas müde waren, haben wir uns trotzdem noch Rirchtung Ada Ciganlija gemacht, eine Flußinsel auf der Save. Dort angekommen, es tönte Musik von irgendwo her und wir folgten ihr einfach, platzten wir ganz unabsichtlich auf ein Privatparty auf einem Hausboot. Aber anstatt uns wegzuschicken, hat der Besitzer uns hereingebeten, uns Trinken und eine Schüssel mit Nüssen angeboten und wir konnten dort einen Moment verweilen und der Musik der Liveband lauschen. Es waren zwar alles Leute zwischen 30-40 dort, aber sie waren sehr freundlich und aufgeschlossen und haben sich nett mit uns unterhalten. Eines der vielen Beispiele für die Freundlichkeit der Leute in Belgrad, die wir dort erleben durften, waren es die Jungs im Hostel, ein junges Pärchen aus Novi Sad im Zug auf dem Rückweg nach Budapest oder Leute auf den Straßen, die uns mit weit ausgebreiteten Stadtplänen stehen sahen und sofort gefragt haben, ob sie uns beim Wegfinden helfen können. Toll :)

wir mit unserem Gastgeber
SONNTAG
Am nächsten Morgen sind wir nach einem kleinen Abstecher beim Bäcker auf die 'Neubelgrad'-Seite gefahren und haben dort erstmal gemütlich im Grünen gefrühstückt. Diesen Tag haben wir in Zemun verbracht, einem Bezirk westlich der Save, geprägt von Einfamilienhaus-Siedlungen, kleinen Gassen, dem großen Gradski park (Stadtpark), wieder vielen Kirchen und einer endloslangenn schönen Promenade an der Donau. Vom Zug aus auf der Hinfahrt konnte man schon einen großes Gebiet 'Wellblechdächer' entdecken, darunter verbarg sich The Green Market, einer der besten Märkte in Belgrad, Obst, Gemüse, Fisch, und jede Menge Honig, Gewürze und Tee :)
Südlich von Zemun schließt sich dann das eigentliche Novi Beograd an, riesengroße Hochhäuser, Schulen und Universitäten, Industrie. Ein erheblicher Unterschied.
Green Market
Blick vom Gardoš Hügel
Blick auf Novi Beograd
Abends, nachdem wir dann unsere letzten Serbischen Dinar in Sandwiches gesteckt hatten, ging es dann gegen 21Uhr auf die Zugfahrt zurück nach Budapest. Lang und wenig Schlaf wie auf der ersten Reise.
War ein überaus interessanter Ausflug, eine Stadt, teilweise ganz anders, grau und grün in einem, noch weniger touristisch,freundliche Menschen und bestimmt noch mehr zu entdecken. Wäre nun spannend zu sehen, wie es im Rest von Serbien aussieht...
Hoffe, ich konnte euch ein bisschen was zeigen :)
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal!
Ćao!
Katrin ^^
Mein erster größerer Ausflug hat stattgefunden und zwar nach Belgrad, Hauptstadt Serbiens, und davon möchte ich nun berichten.
An diesem Wochenende waren viele Erasmus-Studenten von unserer und auch anderen Uni's aus Budapest und Ungarn zum 'Wondercamp' am Balaton. So sehr es mich auch gereizt hat, nochmal das schöne Flair des Plattensees zu genießen und noch ein paar andere Leute kennenzulernen, zumal das Wetter ja noch super war, hat mich einmal der Preis etwas abgeschreckt und zum anderen, dass dem ganzen zu sehr 'Party und Saufen' aufgedrückt war. Also haben ich und ein paar andere sich überlegt, was man sonst mit Geld und Wochenende anfangen könnte. Und das kam dabei raus:
FREITAG
Für den Tag gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn unser Trip ging am Abend 23Uhr erst los. Um es gleich vorneweg zu nehmen, das Wochenende war super!!! ...bis auf die Zugfahrten, denn wir waren mal ganz Student und sind hin und zurück nachts gefahren, damit wir nur eine Übernachtung dort bezahlen mussten. Das hieß natürlich zwei Nächte zu fünft (wenn wir Pech hatten auch mehr) in einem kleinen Abteil der Osteuropäischen Eisenbahn zu verbringen, insgesamt vier mal geweckt zu werden, zwei mal zur Ticketkontrolle, einmal Pass in Ungarn und einmal in Serbien. Zudem hat der Zug auf beiden Fahrten anstatt jeweils 7 Stunden 1-2h länger gebraucht. Naja, das nimmt man halt mal hin. Ich hatte wenigstens meinen Schlafsack dabei und so war es immerhin warm und kuschelig. Und ich stand trotzdem am Montag wenige Stunden nach Ankunft in Budapest wieder brav in der Uni ;)
SAMSTAG
Um 7Uhr morgens purzelten wir dann aus dem Zug raus in die Bahnhofshalle in Belgrad. Geld tauschen, Hostel aufsuchen. War nicht schwer, das Hostel war vielleicht 3min vom Bahnhof entfernt und hatte 24h auf. Und so wurden wir gleich sehr nett und mit Kaffee von einem der Inhaber empfangen. Dieses Hostel gab es erst seit drei Monaten und wurde von 8 serbischen Jungs finanziert und eröffnet, alles neu und selbst gebaut, klein und gemütlich, heiße Getränke inklusive. Super :)
Nachdem wir uns alle auf einen späteren Mittagsschlaf geeinigt hatten, ging es gleich los in die Stadt, Frühstück suchen. Vorbei an einer Touristeninformation, die uns mit Stadtplänen ausstattete, schlenderten wir in die Innenstadt. Und fanden ein Café mit dem köstlichstem Brownie, den ich je gegessen hab :)

Die Innenstadt, Knez Mihailova ulica, wird auch Prachtstraße genannt, hier befinden sich Kulturzentren, Theater, Universitäten, aber vor allen Dingen Cafés und Shops, sehr touristisch, alles was wir drum herum gesehen haben, besonders an Gebäuden, sah grundlegend anders aus. Von der Straße sind wir dann auf direktem Weg zum Kalemegdan gekommen, einer riesiegen Parkanlage auf dem Hügel der ehemaligen Festung von Belgrad. Überall sieht man noch alte Gemäuer herumstehen, teilweise gut erhalten und zu Museen umgebaut, Und wir hatten von dort oben eine schöne Aussicht auf die Flußgabelung der Donau und Save.

Ja, das sind übrigens wir ;) Drei Mädels aus Deutschland, zwei Jungs aus Polen: ich, Phuong, Sebastian, Kamil, Esther

Kalemegdan

:)
Auf unserer gesamten Stadttour sind wir immer wieder an christlich-orthodoxen Kirchen vorbeigekommen, verständlich, wenn 90Prozent der Belgrader dieser Konfession angehören. Die schönste Kirche allerdings war die Hram Svetog Sav, die Kathedrale des heiligen Sava, auf dem Hügel Vračar im Süden der Stadt. Sie ist eines der größten orthodoxen Kirchenhäuser der Welt, außen ganz weiß und hat den Platz dort komplett ausgefüllt. Wunderschön! Am interessantesten fand ich eigentlich, dass diese Kirche noch nicht fertig war, 2007 wurden gerade mal die Außenarbeiten beendet, innen war sie jedoch noch komplett im Rohzustand und man sah einfach nur Beton. Irgendwie komisch, für mich sind Kirchen etwas Altes, vielleicht schon Restaurierbedürftiges, aber einen völligen Neubau zu sehen... 2012 kann ich ja nochmal hin, da soll sie fertig sein ;)

Weiter auf unserem Rundgang durch 'Altbelgrad' haben wir noch weitere interressante Gebäude und Plätze erkundet, sauber und schön hergerichtet, andererseits auch alt und verfallen, sind einfach mal durch normales Wohngebiet geschländert, waren in Skadarlija, dem alten Bohèmeviertel mit vielen kleinen Cafés und Restaurants, auf dem Trg Republike und nach einem großen Bogen durch die Stadt kamen wir schließlich wieder im Hostel an. Auf den Bildern kann ich euch vielleicht ein bisschen das Aussehend der Stadt zeigen.

Universität
Stadtschloss

unsere Jungs vor dem Parlament
Kulturzentrum am Trg Republike
am Trg Slavija
Skadarlija

;)
Abends waren wir dann im 'Café ?' in Altbelgrad lecker Cevapcici essen und zum Nachtisch Eis bei unserem neu entdecktem Lieblingscafé ;)
Obwohl wir alle schon etwas müde waren, haben wir uns trotzdem noch Rirchtung Ada Ciganlija gemacht, eine Flußinsel auf der Save. Dort angekommen, es tönte Musik von irgendwo her und wir folgten ihr einfach, platzten wir ganz unabsichtlich auf ein Privatparty auf einem Hausboot. Aber anstatt uns wegzuschicken, hat der Besitzer uns hereingebeten, uns Trinken und eine Schüssel mit Nüssen angeboten und wir konnten dort einen Moment verweilen und der Musik der Liveband lauschen. Es waren zwar alles Leute zwischen 30-40 dort, aber sie waren sehr freundlich und aufgeschlossen und haben sich nett mit uns unterhalten. Eines der vielen Beispiele für die Freundlichkeit der Leute in Belgrad, die wir dort erleben durften, waren es die Jungs im Hostel, ein junges Pärchen aus Novi Sad im Zug auf dem Rückweg nach Budapest oder Leute auf den Straßen, die uns mit weit ausgebreiteten Stadtplänen stehen sahen und sofort gefragt haben, ob sie uns beim Wegfinden helfen können. Toll :)

wir mit unserem Gastgeber
SONNTAG
Am nächsten Morgen sind wir nach einem kleinen Abstecher beim Bäcker auf die 'Neubelgrad'-Seite gefahren und haben dort erstmal gemütlich im Grünen gefrühstückt. Diesen Tag haben wir in Zemun verbracht, einem Bezirk westlich der Save, geprägt von Einfamilienhaus-Siedlungen, kleinen Gassen, dem großen Gradski park (Stadtpark), wieder vielen Kirchen und einer endloslangenn schönen Promenade an der Donau. Vom Zug aus auf der Hinfahrt konnte man schon einen großes Gebiet 'Wellblechdächer' entdecken, darunter verbarg sich The Green Market, einer der besten Märkte in Belgrad, Obst, Gemüse, Fisch, und jede Menge Honig, Gewürze und Tee :)
Südlich von Zemun schließt sich dann das eigentliche Novi Beograd an, riesengroße Hochhäuser, Schulen und Universitäten, Industrie. Ein erheblicher Unterschied.
Green Market
Blick vom Gardoš Hügel
Blick auf Novi Beograd
Abends, nachdem wir dann unsere letzten Serbischen Dinar in Sandwiches gesteckt hatten, ging es dann gegen 21Uhr auf die Zugfahrt zurück nach Budapest. Lang und wenig Schlaf wie auf der ersten Reise.
War ein überaus interessanter Ausflug, eine Stadt, teilweise ganz anders, grau und grün in einem, noch weniger touristisch,freundliche Menschen und bestimmt noch mehr zu entdecken. Wäre nun spannend zu sehen, wie es im Rest von Serbien aussieht...
Hoffe, ich konnte euch ein bisschen was zeigen :)
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal!
Ćao!
Katrin ^^
