Thema: Oktober 09
11. November 09
Jó napot!
Hier in Budapest wird es auch langsam herbstlich ungemütlich, seit Tagen regnet es am Stück und am liebsten bleibt man den ganzen Tag mit Tee und Keksen im Bett. Eine gute Gelegenheit, wieder einen Beitrag nachzuholen, den ich euch schon eine Weile schuldig bin!
Am 23.Oktober war hier mal wieder ein Nationalfeiertag, Tag des Volksaufstandes. Wie ihr seht, die folgenden Ereignisse sind schon ein Weilchen her... :x Uns Erasmus-Studenten wurde empfohlen, an dem Tag besser nicht in die Innenstadt zu gehen. Klingt nach Berlin 1.Mai. Aber da es durch diesen Feiertag ein langes Wochenende gab, haben wir eh beschlossen, Ungarn mal wieder kurz zu verlassen, um uns einer anderen Stadt zuzuwenden: Zagreb!
DONNERSTAG
Nachdem die letzten Vorlesungen und Praktika für diesen Tag erledigt waren, ging es für uns nachmittags zum Keleti pályaudvar, Ostbahnhof. Rein in den Zug, zwei Abteile besetzten, denn bei diesem Trip waren wir zu zehnt! Ein Fakt, der mir bei der Reise nicht so zugesagt hat, denn das ist eine Gruppe, die weder klein genug ist, so dass man sich immer schnell auf ein Ziel in der Stadt einigen kann, noch groß genug, um sich mal zu trennen und verschiedenen Aktivitäten nachgehen. Und so kam es öfter mal zum längeren Warten, und wieder warten, und wir haben es wirklich nur ganz selten geschafft, uns mal aufzuteilen, also war's immer ein Akt, sich auf ein Ziel, eine Sehenswürdigkeit oder auch auf ein Café zu einigen. Aber wir haben trotzdem eine Menge von der Stadt gesehen und ich hab mich auch einfach mal am Sonntag von den anderen abgeseilt und bin für ein paar Stunden ganz in Ruhe allein durch Zagreb geschlendert :)
Die Zugfahrt verbrachte man am Besten mit quatschen, Karten spielen, Süßigkeiten naschen oder schlafen, zum Glück war es nicht ganz so lang wie nach Belgrad. Nur 5h!
In Kroatien angekommen, hatte unser 'Hostel-Organisator' schnell die richtige Straßenbahn gefunden und schon bald standen wir in unserer temporären Behausung für's Wochenende, kleines niedliches Haus ein wenig im Stadtrandwohngebiet mit netten Inhabern, die uns trotz vollem Haus alle in einem Zimmer unterbringen konnten. Dort waren wir allerdings nur zu acht, unsere zwei polnischen Mädels hatten sich vorher um eine Unterkunft gekümmert und machten nun ihre ersten Couchsurfing-Erfahrungen. Ich selbst hatte auch versucht, für mich und eine der deutschen Mädels was zu organisieren, aber ich bin etwas spät auf die Idee gekommen und so war es leider zu kurzfristig. Naja, die Gelegenheit wird noch kommen ;) Danach ging es dann noch für ein spätes Abendessen in die Innenstadt, bevor wir dann bald wieder zurück und in unsere Betten krochen, um für den nächsten Tag fit zu sein!
FREITAG
Nach einem ausgedehntem Hostel-Müsli-Frühstück brachen wir auf in Richtung Innenstadt, um von dort unseren ersten Rundgang zu starten. Zagreb ist grob in eine Ober- und Unterstadt geteilt, uns hat es zuerst nach donji grad, downtown verschlagen, eine intereassante Mischung aus Grünem und Intellektuellem, wie z.B. dem Botanischen Garten oder Zelena potkova, dem "grünen Hufeisen", eine Verbindung zwischen den Plätzen und den vielen wunderschönen Grünanlagen des Sadtzentrums, von denen wir immer wieder beeindruckt waren, vorbei an schicken Gebäuden wie dem Kroatischen Nationaltheater, vielen Museen, der Stadtbibliothek und natürlich der Universität Zagreb ;) Unser Weg führt uns zurück zum Platz der Republik, auch Trg Bana Jelačića gennant, und so allmählich kamen wir in die kleinen Straßen mit vielen Cafés, vielen Shops und auch vielen Menschen, wir waren im Stadtzentrum! Zeit für was zu essen! Also suchten wir uns einen kleinen Imbiss zum sitzen und aufwärmen, denn draußen wurde es langsam ungemütlich und nass. Für alle gab es eine Portion Ćevapčići oder Ražnjići (Spießchen) mit Ziegenkäse und Pita-Brot, danach regnete es immer noch... Da aber gerade in Zagreb ein Filmfestival stattfand, haben wir uns kurzum für eine Weile im Kinosaal aufgehalten, Hauptsache warm und trocken ;) Hat leider unsere Sightseeing-Pläne etwas durchkreuzt, aber naja, wir hatten ja noch das ganze Wochenende und schließlich kan man so dem langweiligen Touri-Programm ein bisschen entfliehen und was ganz anderes machen! ;)
kroatische Schokolade :)
im Zelena potkova

wir fast alle!


und noch ein Gruppenfoto ;)

^^
Nationalymbol Kroatiens, vor der Universität Zagreb
Kroatische Nationaltheater
:)
Und schon war es abends, im Hostel gab es für uns leckere und schlichte Nudeln mit Tomatensauce und einen köstlichen griechischen Salat. Den Rest des Abends hatten wir dann erstmal ein kleines, aber feines Problem zu lösen. Eigentlich hatten wir unsere Schlafplätze nur für eine Nacht, konnten dies wenigstens noch für eine weitere Nacht verlängern, aber wir wollten ja noch bis Sonntag bleiben. Wir waren uns auch sicher, dass wir das von Zagreb aus regeln können, aber dank eines Konzertes eines berühmten kroatischen Pop-Sängers, sowie eines Architekten-Kongresses waren wirklich ALLE Hostels, Apartmentsund günstigen Hotels ausgebucht, das nächstbilligste, was wir fanden, ging los ab 90Euro pro Person und Nacht... Tja, da waren wir wohl etwas aufgeschmissen! Nun ging es zu überlegen, was zu tun ist, ein Vorschlag war, Abend und Nacht vom nächsten Tag ausgiebig zu genießen und dann gegen 5Uhr den ersten Zug zu nehmen. Naja... ich war von dem Vorschlag nicht so angetan, also haben wir nochmal mit einem der Hostel-Inhaber gesprochen und er hat uns dann wahrhaftig einen Schlafplatz in seiner Wohnung angeboten! Es gab zumindest genug Betten oder Matrazen, vorhandene Decken und Schlafsäcke wurden gerecht aufgeteilt, für den Rest (bei mir z.B. die "obere" Körperhälfte ;)) mussten unsere Jacken herhalten. Und den Abend davor gab es für alle heißen Tee und Apfelkompott :) Und da am Sonntag der sonnigste Tag vom Wochenende war, hat sich das ganze für mich zumindest sehr gelohnt! Aber erstmal zum Tag davor.
SAMSTAG
An dem Tag haben wir etwas von ausserhalb Zagrebs besichtigt. Unser erstes Ziel war der Mirogoj-Friedhof am Fuße Medvednica-Gebirges. Dieses noch etwas weiter zu bewandern, darauf mussten wir dann leider aufgrund der immer noch mäßigen Wetterlage verzichten. Dafür war der Friedhof umso beeindruckender, gleich am Eingangstor wurden von einer großen Kirchen mit wunderschönen Kuppeln empfangen, drinnen war die Architektur geprägt vom Arkadenbau, die Anlage zählt zu den Schönsten in Europa, ich hab gesehen, warum :) Am Interessantesten fand ich die Tatsache, dass innerhalb des Friedhofes alle Religionen gleichgestellt waren, Gräber von Personen jüdischen, römisch-katholischen, orthodoxen und muslimischen Glaubens fanden sich nebeneinander.



Im Anschluss machten wir schon mal einen kleinen Abstecher nach upper town, wir haben es geschafft, die Besitzer eines kleinen, engen Restaurants zu überzeugen, uns zehn aufzunehmen, es hatte den Anschein, sie waren mit uns überfordert ;)
Das Wetter war gut, also konnten wir noch eine "Draußen"-Aktion starten, los ging es Richung Sava (ja, wer aufgepasst hat, die Sava fließt auch durch Belgrad! nur die Donau war ausnahmsweise mal nicht dort in Zagreb ;)). Die Jarun-Seen, auch Zagreber Meer gennant, im Südwesten der Stadt wurden nach einer großen Flut angelegt und später zu einem großen Sport- und Freizeitgebiet mit Regattastrecke ausgebaut. Viele Zagreber trafen wir dort am späten Nachmittag spazierend oder radfahrend. Am Ende der Seen wartete auch schon das nächste Café auf uns :)
Trotz unserer neu gewonnenen Schlafstätte ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, diese Nacht in Zagreb zu erleben. Endlich hatten wir es mal geschafft, uns zu trennen und so verbrachte ich den Abend mit noch drei anderen von uns in einem der besten Jazz-Clubs der Stadt zu Live-Musik, gutem Wein und interessanten Unterhaltungen zur politischen Lage in Griechenland ;) Anschließen machten wir noch einen kleinen nächtlich Spaziergang über das Kapitol zur hell erleuchteten Kathedrale, sahen noch die Uhren der Stadt sich zur Winterzeit zurückstellen, bevor wir uns dann zu unserer Unterkunft begaben.
SONNTAG
Ein paar von uns hatten letztendlich doch den Zug um 5 Uhr zurückgenommen, unsere polnischen Mädels verbrachten den Tag noch mit ihrem Gastgeber, also machten wir übrigen fünf uns auf zum Maksimir Park im östlichen Teil der Stadt. Der ganze Park umfasst beinahe 300 Hektar, er ist groß, grün, teich- und tierreich und wunderschön :)
Dennoch hab ich mich dann mittendrin wie gesagt mal von den andern separiert und bin allein durch gornji grad, Oberstadt spaziert, die imposante Kathedrale bei Tag bestaunt, sowie noch viele weiter schöne Kirchen, wie der St.-Markus-Kirche in der Nähe des Banski dvori, dem Regierungspalast; den Lotrščak-Turm in der Strossmayer-Promenade; dem zentralen Marktplatz Dolac, sowie das Steinerne Tor, Kamenita vrata, ein Durchgang der ehemaligen Stadtbefestigung. Damals zerstörte ein Brand einen Großteil umliegender Häuser, doch der Legende nach blieb nur ein Bild der Maria mit Jesuskind am Tor unbeschädigt, daraufhin wurde das Gewölbe zu einer kleine Kathedrale umgebaut, heute dient sie vielen Pilgern als Gedenkstätte, sogar einige Gebetsbänke standen dort in dem steinernen Gang. Insgesamt war es dort oben viel ruhiger, kleiner und entspannter als in donji grad. yUnd hinter der St. Katarinenkirche befindet sich der Platz Gradec, von dem man aus einen herrlich Blick über die ganze Stadt hat, traumhaft :)

Danach hab ich die anderen wiedergetroffen, natürlich beim Kaffee-trinken, ich hab mir voher noch was Süßes besorgt. Wir haben dort nämlich einen phänomenalen Laden entdeckt, mit Kuchen, frisch zubereiteten Palatschicken und Eis-Shakes, dabei kann man sich zwei Sorten ausssuchen, sowie verschieden Extrazutaten wie Nüsse, Schokoladenstückchen, Karamell, Früchte, Cookie-Stücken und davon soviel man will, für umgerechnet 2 Euro! Toll!!! :)
Und auch dieser Ausflug ging seinem Ende zu, haben dann die Mädels am Bahnhof getroffen, den Zug gesucht und gefunden und uns auf den Heimweg begeben. Der Zug war sogar absolut pünktlich da, unglaublich! Vielleicht einmalig...
Ein lohnenswerter Ausflug, manchmal etwas kompliziert, aber die Stadt war überrasschend und wunderschön!
Das nächste mal in Kroatien muss ich aber unbedingt auch and die Küste!!!
Ich bin grad sehr stolz auf mich, dass der Beitrag nun endlich auf dem (Web)papier ist und enschuldige mich nochmal für das lange Aufschieben. Faulheit besiegt!!! Doch endlich konnte ich diesen schönen Trip auch nochmal für mich Revue passieren lassen :)
Wünsche euch allen das Allerliebste und einen schönen Start ins Wochenende!
Üdvözlettel!
Katrin ^^
Hier in Budapest wird es auch langsam herbstlich ungemütlich, seit Tagen regnet es am Stück und am liebsten bleibt man den ganzen Tag mit Tee und Keksen im Bett. Eine gute Gelegenheit, wieder einen Beitrag nachzuholen, den ich euch schon eine Weile schuldig bin!
Am 23.Oktober war hier mal wieder ein Nationalfeiertag, Tag des Volksaufstandes. Wie ihr seht, die folgenden Ereignisse sind schon ein Weilchen her... :x Uns Erasmus-Studenten wurde empfohlen, an dem Tag besser nicht in die Innenstadt zu gehen. Klingt nach Berlin 1.Mai. Aber da es durch diesen Feiertag ein langes Wochenende gab, haben wir eh beschlossen, Ungarn mal wieder kurz zu verlassen, um uns einer anderen Stadt zuzuwenden: Zagreb!
DONNERSTAG
Nachdem die letzten Vorlesungen und Praktika für diesen Tag erledigt waren, ging es für uns nachmittags zum Keleti pályaudvar, Ostbahnhof. Rein in den Zug, zwei Abteile besetzten, denn bei diesem Trip waren wir zu zehnt! Ein Fakt, der mir bei der Reise nicht so zugesagt hat, denn das ist eine Gruppe, die weder klein genug ist, so dass man sich immer schnell auf ein Ziel in der Stadt einigen kann, noch groß genug, um sich mal zu trennen und verschiedenen Aktivitäten nachgehen. Und so kam es öfter mal zum längeren Warten, und wieder warten, und wir haben es wirklich nur ganz selten geschafft, uns mal aufzuteilen, also war's immer ein Akt, sich auf ein Ziel, eine Sehenswürdigkeit oder auch auf ein Café zu einigen. Aber wir haben trotzdem eine Menge von der Stadt gesehen und ich hab mich auch einfach mal am Sonntag von den anderen abgeseilt und bin für ein paar Stunden ganz in Ruhe allein durch Zagreb geschlendert :)
Die Zugfahrt verbrachte man am Besten mit quatschen, Karten spielen, Süßigkeiten naschen oder schlafen, zum Glück war es nicht ganz so lang wie nach Belgrad. Nur 5h!
In Kroatien angekommen, hatte unser 'Hostel-Organisator' schnell die richtige Straßenbahn gefunden und schon bald standen wir in unserer temporären Behausung für's Wochenende, kleines niedliches Haus ein wenig im Stadtrandwohngebiet mit netten Inhabern, die uns trotz vollem Haus alle in einem Zimmer unterbringen konnten. Dort waren wir allerdings nur zu acht, unsere zwei polnischen Mädels hatten sich vorher um eine Unterkunft gekümmert und machten nun ihre ersten Couchsurfing-Erfahrungen. Ich selbst hatte auch versucht, für mich und eine der deutschen Mädels was zu organisieren, aber ich bin etwas spät auf die Idee gekommen und so war es leider zu kurzfristig. Naja, die Gelegenheit wird noch kommen ;) Danach ging es dann noch für ein spätes Abendessen in die Innenstadt, bevor wir dann bald wieder zurück und in unsere Betten krochen, um für den nächsten Tag fit zu sein!
FREITAG
Nach einem ausgedehntem Hostel-Müsli-Frühstück brachen wir auf in Richtung Innenstadt, um von dort unseren ersten Rundgang zu starten. Zagreb ist grob in eine Ober- und Unterstadt geteilt, uns hat es zuerst nach donji grad, downtown verschlagen, eine intereassante Mischung aus Grünem und Intellektuellem, wie z.B. dem Botanischen Garten oder Zelena potkova, dem "grünen Hufeisen", eine Verbindung zwischen den Plätzen und den vielen wunderschönen Grünanlagen des Sadtzentrums, von denen wir immer wieder beeindruckt waren, vorbei an schicken Gebäuden wie dem Kroatischen Nationaltheater, vielen Museen, der Stadtbibliothek und natürlich der Universität Zagreb ;) Unser Weg führt uns zurück zum Platz der Republik, auch Trg Bana Jelačića gennant, und so allmählich kamen wir in die kleinen Straßen mit vielen Cafés, vielen Shops und auch vielen Menschen, wir waren im Stadtzentrum! Zeit für was zu essen! Also suchten wir uns einen kleinen Imbiss zum sitzen und aufwärmen, denn draußen wurde es langsam ungemütlich und nass. Für alle gab es eine Portion Ćevapčići oder Ražnjići (Spießchen) mit Ziegenkäse und Pita-Brot, danach regnete es immer noch... Da aber gerade in Zagreb ein Filmfestival stattfand, haben wir uns kurzum für eine Weile im Kinosaal aufgehalten, Hauptsache warm und trocken ;) Hat leider unsere Sightseeing-Pläne etwas durchkreuzt, aber naja, wir hatten ja noch das ganze Wochenende und schließlich kan man so dem langweiligen Touri-Programm ein bisschen entfliehen und was ganz anderes machen! ;)
kroatische Schokolade :)
im Zelena potkova

wir fast alle!


und noch ein Gruppenfoto ;)

^^
Nationalymbol Kroatiens, vor der Universität Zagreb
Kroatische Nationaltheater
:)
Und schon war es abends, im Hostel gab es für uns leckere und schlichte Nudeln mit Tomatensauce und einen köstlichen griechischen Salat. Den Rest des Abends hatten wir dann erstmal ein kleines, aber feines Problem zu lösen. Eigentlich hatten wir unsere Schlafplätze nur für eine Nacht, konnten dies wenigstens noch für eine weitere Nacht verlängern, aber wir wollten ja noch bis Sonntag bleiben. Wir waren uns auch sicher, dass wir das von Zagreb aus regeln können, aber dank eines Konzertes eines berühmten kroatischen Pop-Sängers, sowie eines Architekten-Kongresses waren wirklich ALLE Hostels, Apartmentsund günstigen Hotels ausgebucht, das nächstbilligste, was wir fanden, ging los ab 90Euro pro Person und Nacht... Tja, da waren wir wohl etwas aufgeschmissen! Nun ging es zu überlegen, was zu tun ist, ein Vorschlag war, Abend und Nacht vom nächsten Tag ausgiebig zu genießen und dann gegen 5Uhr den ersten Zug zu nehmen. Naja... ich war von dem Vorschlag nicht so angetan, also haben wir nochmal mit einem der Hostel-Inhaber gesprochen und er hat uns dann wahrhaftig einen Schlafplatz in seiner Wohnung angeboten! Es gab zumindest genug Betten oder Matrazen, vorhandene Decken und Schlafsäcke wurden gerecht aufgeteilt, für den Rest (bei mir z.B. die "obere" Körperhälfte ;)) mussten unsere Jacken herhalten. Und den Abend davor gab es für alle heißen Tee und Apfelkompott :) Und da am Sonntag der sonnigste Tag vom Wochenende war, hat sich das ganze für mich zumindest sehr gelohnt! Aber erstmal zum Tag davor.
SAMSTAG
An dem Tag haben wir etwas von ausserhalb Zagrebs besichtigt. Unser erstes Ziel war der Mirogoj-Friedhof am Fuße Medvednica-Gebirges. Dieses noch etwas weiter zu bewandern, darauf mussten wir dann leider aufgrund der immer noch mäßigen Wetterlage verzichten. Dafür war der Friedhof umso beeindruckender, gleich am Eingangstor wurden von einer großen Kirchen mit wunderschönen Kuppeln empfangen, drinnen war die Architektur geprägt vom Arkadenbau, die Anlage zählt zu den Schönsten in Europa, ich hab gesehen, warum :) Am Interessantesten fand ich die Tatsache, dass innerhalb des Friedhofes alle Religionen gleichgestellt waren, Gräber von Personen jüdischen, römisch-katholischen, orthodoxen und muslimischen Glaubens fanden sich nebeneinander.



Im Anschluss machten wir schon mal einen kleinen Abstecher nach upper town, wir haben es geschafft, die Besitzer eines kleinen, engen Restaurants zu überzeugen, uns zehn aufzunehmen, es hatte den Anschein, sie waren mit uns überfordert ;)
Das Wetter war gut, also konnten wir noch eine "Draußen"-Aktion starten, los ging es Richung Sava (ja, wer aufgepasst hat, die Sava fließt auch durch Belgrad! nur die Donau war ausnahmsweise mal nicht dort in Zagreb ;)). Die Jarun-Seen, auch Zagreber Meer gennant, im Südwesten der Stadt wurden nach einer großen Flut angelegt und später zu einem großen Sport- und Freizeitgebiet mit Regattastrecke ausgebaut. Viele Zagreber trafen wir dort am späten Nachmittag spazierend oder radfahrend. Am Ende der Seen wartete auch schon das nächste Café auf uns :)
Trotz unserer neu gewonnenen Schlafstätte ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, diese Nacht in Zagreb zu erleben. Endlich hatten wir es mal geschafft, uns zu trennen und so verbrachte ich den Abend mit noch drei anderen von uns in einem der besten Jazz-Clubs der Stadt zu Live-Musik, gutem Wein und interessanten Unterhaltungen zur politischen Lage in Griechenland ;) Anschließen machten wir noch einen kleinen nächtlich Spaziergang über das Kapitol zur hell erleuchteten Kathedrale, sahen noch die Uhren der Stadt sich zur Winterzeit zurückstellen, bevor wir uns dann zu unserer Unterkunft begaben.
SONNTAG
Ein paar von uns hatten letztendlich doch den Zug um 5 Uhr zurückgenommen, unsere polnischen Mädels verbrachten den Tag noch mit ihrem Gastgeber, also machten wir übrigen fünf uns auf zum Maksimir Park im östlichen Teil der Stadt. Der ganze Park umfasst beinahe 300 Hektar, er ist groß, grün, teich- und tierreich und wunderschön :)
Dennoch hab ich mich dann mittendrin wie gesagt mal von den andern separiert und bin allein durch gornji grad, Oberstadt spaziert, die imposante Kathedrale bei Tag bestaunt, sowie noch viele weiter schöne Kirchen, wie der St.-Markus-Kirche in der Nähe des Banski dvori, dem Regierungspalast; den Lotrščak-Turm in der Strossmayer-Promenade; dem zentralen Marktplatz Dolac, sowie das Steinerne Tor, Kamenita vrata, ein Durchgang der ehemaligen Stadtbefestigung. Damals zerstörte ein Brand einen Großteil umliegender Häuser, doch der Legende nach blieb nur ein Bild der Maria mit Jesuskind am Tor unbeschädigt, daraufhin wurde das Gewölbe zu einer kleine Kathedrale umgebaut, heute dient sie vielen Pilgern als Gedenkstätte, sogar einige Gebetsbänke standen dort in dem steinernen Gang. Insgesamt war es dort oben viel ruhiger, kleiner und entspannter als in donji grad. yUnd hinter der St. Katarinenkirche befindet sich der Platz Gradec, von dem man aus einen herrlich Blick über die ganze Stadt hat, traumhaft :)

Danach hab ich die anderen wiedergetroffen, natürlich beim Kaffee-trinken, ich hab mir voher noch was Süßes besorgt. Wir haben dort nämlich einen phänomenalen Laden entdeckt, mit Kuchen, frisch zubereiteten Palatschicken und Eis-Shakes, dabei kann man sich zwei Sorten ausssuchen, sowie verschieden Extrazutaten wie Nüsse, Schokoladenstückchen, Karamell, Früchte, Cookie-Stücken und davon soviel man will, für umgerechnet 2 Euro! Toll!!! :)
Und auch dieser Ausflug ging seinem Ende zu, haben dann die Mädels am Bahnhof getroffen, den Zug gesucht und gefunden und uns auf den Heimweg begeben. Der Zug war sogar absolut pünktlich da, unglaublich! Vielleicht einmalig...
Ein lohnenswerter Ausflug, manchmal etwas kompliziert, aber die Stadt war überrasschend und wunderschön!
Das nächste mal in Kroatien muss ich aber unbedingt auch and die Küste!!!
Ich bin grad sehr stolz auf mich, dass der Beitrag nun endlich auf dem (Web)papier ist und enschuldige mich nochmal für das lange Aufschieben. Faulheit besiegt!!! Doch endlich konnte ich diesen schönen Trip auch nochmal für mich Revue passieren lassen :)
Wünsche euch allen das Allerliebste und einen schönen Start ins Wochenende!
Üdvözlettel!
Katrin ^^
