Montag, 11. Januar 2010
Sziastok!
Eigentlich sollte dieser Beitrag mal wieder viel früher hier stehen, denn er hätte im Dezember gut dazu gedient, gleich ein paar wichtige Grüße hier zu plazieren, doch ich hab den zeitraubenden Einfluss in den Tagen am Ende des Jahres doch etwas unterschätzt. Dennoch, auch wenn viel zu spät, möchte ich das jetzt nachholen: Ich hoffe sehr, hier hattet alle eine gute und entspannte Zeit während der Weihnachtsfeiertage im Kreise eurer Freunde und Familie und der Weihnachtsmann war auch fleißig :) Und dass ihr einen guten, erfolgreichen Start ins neue Jahr erlebt habt, ich wünsche euch allen nur das Beste!
Ich hab mich nach meinen letzten Prüfungen im Dezember auch auf den Weg nach Hause nach Berlin gemacht und hatte ebenso eine gute Zeit, war viel mit meinen Freunden unterwegs, hab zusammen mit meiner Familie die Feiertag verbracht und war eigentlich nie allein. Es war sehr schön, wenn auch kurz, nach den Monaten für einen Moment wieder zu Hause zu sein und all die Menschen wiederzusehen. Für meine Freunde in Leipzig, tut mir leid, dass ich nicht kurz da war, bevor ihr alle für die Feiertage Leipzig verlassen und nach Hause gefahren seit, aber aufgrund meiner Prüfungstermine, die bis zum letzten Tag gingen, war es leider nicht möglich :( Aber lange dauert es ja nicht mehr und ich bin bald wieder richtig da!

Aber, das was ich eigentlich berichten will, war schon vor Weihnachten! Am 20. Dezember ging es los, Ziel war Berlin, doch ein Umweg war eingeplant ;) Und zwar über die zwei schönen Städte ganz in der Nähe, Bratislava und Wien.

SONNTAG
Den Bus ganz früh genommen kam ich in Bratislava gegen 10Uhr an und wurde auch sofort abgeholt. Ich habe es nämlich endlich mal gewagt und für den Trip Couchsurfing ausprobiert. Und ich kann nur sagen, ich wurde nicht im Geringsten enttäuscht! Ich hatte in diesen drei Tagen eine Menge Spaß, habe ein paar sehr nette Menschen kennengelernt und war, obwohl ich ja allein gereist bin, eigentlich fast immer mit Leuten zusammen :)
In der Wohnung von meinem ersten Gastgeber, Kostas, waren noch zwei polnische Couchsurfer von der letzten Nacht, mit denen wir erstmal gefrühstückt haben. Danach kamen noch ein paar andere Leute, die in dieser Nacht mit mir zusammen dort übernachten wollten. Eine sehr witzige Geschichte! Eine junge Frau stellte sich vor, sie hatte ihren 6 Jahre alten Sohn dabei, sie kommen ursprünglich aus Brasilien und leben nun schon seit Jahren in Belgien. Dann waren da noch zwei junge Herren, den einen stellte sie vor als ihren Ehemann aus Belgien, den anderen als den Vater ihres Sohnes aus Brasilien. Verrückt! Und die vier machten gerade eine Weihnachts-Silvester-Reise über Bratislava, Wien, Prag, Budapest. Und das ist die ganze Geschichte ;) Es war auf jeden Fall sehr lustig, wir haben zusammen die Stadt erkundet, Kaffee getrunken, auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein gekostet (ich konnte mal wieder mit Euro bezahlen!) und dann den Rest des Abends eigentlich nur in der Küche verbracht und mit unserem Gastgeber geplaudert :)


Blick zum Rathausplatz


Frederik and Frederico :)




altes Rathaus am Hauptplatz


^^


Donau!


Blick über die Altstadt mit Martinsdom


MONTAG
Am Morgen gab es dann genügend Baguette mit Nutella und Banane zum Frühstück für uns und dann hieß es Aufbruch! Denn sogar Kostas musste an dem Tag los, er fuhr dann mit mir nach Wien zum Flughafen, um dann nach Griechenland nach Hause zu fliegen. Im Bus hatten wir noch Gelegenheit zu erzählen, über seine Heimat, meine weiteren Reisepläne, unser Uni-Leben, lustigerweise war er nämlich auch Medizinstudent :)
Am Flughafen angekommen hieß es dann Abschied nehmen, ich bin dann weiter in die Stadt gefahren. An irgendeinem Busbahnhof angekommen, versuchte ich mich erstmal zu orientieren und den Westbahnhof zu finden, um dort meinen Rucksack in ein Schließfach zu packen. Zum Glück bestand nun nicht mehr das Problem der Sprachbarriere ;) Da ich meine Gastgeberin in Wien erst gegen frühen Abend treffen sollte, hatte ich nun genug Zeit, schon ein bisschen Wien zu erkunden, also auf ging's ins nächste Touristenbüro, Stadtplan musste her!

Den ersten Tag hab ich erstmal eine große Runde gemacht, Beginn war am Stephansdom, entlang des Grabens und der Kärtner Straße, die Shoppingmeile in Wien (dort landet man ja zwangsläufig, wenn man von der Innenstadt losgeht), zum Museum Albertina, von wo es dann weiterging zur Hofburg zu Wien, ein riesengroßes Gelände, ehemalige Residenz der Könige und Kaiser des Heilogen Römischen Reiches und später der Kaiser Österreichs, heute Amtsitz des Bundespräsidenten. Ich muss schon sagen, sieht schon nicht schlecht dort aus, alles helle, saubere und prunkvolle Gebäude, reich verziert mit goldenen Figuren, die Häuser umfasst von großen Parkanlagen, die im Winter natürlich wunderschön aussahen. Ich musst erstmal ein ganzes Stück umherwandern, bevor ich dann den Weg zum Heldenplatz gefunden hatte und die ganze Kulisse endlich im Ganzen sehen konnte. Dann ging es noch weiter durch die vielen Innehöfe und verschiedenen Trakte, bevor ich dann erstmal zurückging zum Heldenplatz und von dort aus meinen Spaziergang fortsetzte zum Theresienplatz, welcher das Kunsthistorische sowie Naturhistorische Museum beherbergte. Und dort begegnete mir dann auch schon der erste Weihnachtsmarkt :)

Weiter ging es dann zum Museumsquartier, eines der größten Kulturareale der Welt, ursprünglich für die Hofstallungen der römisch-deutschen Kaiser errichtet, heute mit verschiedenen Museen, wie z.B. dem Leopoldmuseum und der Kunsthalle Wien, sowie weiteren Instituten und Kulturräumen, in denen auch regelmäßig Literaturveranstaltungen, Tanzfestivals und Konzerte stattfinden und ebenso Platz ist für Medien, Film, Video- und Computerkunst. Ich war sehr beeindruckt von dieser Fülle von Kultur aus allen Bereichen, die man sich vorstellen kann, und das alles auch noch in einer interessanten architektonischen Mischung aus Barock und Moderne, in einem Areal zusammengefasst. Wow!


Albertina


Burggarten mit Hofbibliothek


Fiaker am Heldenplatz


Blick zum Theresienplatz...


...und Rathaus


Michaelerplatz und Spanische Hofreiterschule


Kunsthistorisches Museum am Theresienplatz





Mein Weg führte mich dann weiter zum Volkstheater, vorbei am Parlament zum Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz. Da es noch Tag war, hielt sich dort der Andrang in Grenzen, aber ich sollte am nächsten Tag nochmal dort sein, zu dem Zeitpunkt war ich nämlich schon komplett durchgefroren durch die Eiseskälte an dem Tag und ich zog erstmal in ein Cafè für eine heiße Schokolade. Nur als ich wieder rausging, war mir sofort wieder kalt, also setzte ich mich erstmal in die Straßenbahn und fuhr einmal um den Ring herum, damit ich wenigstens nicht draußen sein musste ;) Da es auch schon dunkel wurde, machte ich mich dann langsam auf den Weg zurück zum Stephansdom und von dort aus zum Westbahnhof, um meine Gastgeberin, Begüm, zu treffen. Ein sehr nettes, aufgewecktes Mädchen, sie kommt ursprünglich aus Istanbul und hat dort an einer österreichischen Schule ihren Abschluss gemacht. Danach ist sie nach Wien gezogen, um zu studieren, obwohl ihr Traum eigentlich ist, nach Berlin zu gehen, ich versteh's! ;) Wir haben noch zusammen den Abend verbracht und was leckeres gekocht, aber wir beide waren so hundemüde und ich immer noch durchgefroren, dass wir nicht mehr nach draußen wollten und dann einfach ganz gemütlich den Abend ausklingen ließen.

DIENSTAG
Da meine Gastgeberin an dem Tag Skifahren war und noch Weihnachstgeschenke kaufen musste, ging es für mich wieder los durch die Stadt. Diesmal war es weniger ein Spaziergang, hab im Nachhinein festgestellt, dass ich eigentlich kreuz und quer durch die Stadt gefahren bin, um mir noch Sachen anzuschauen, die noch fehlten. Aber es hatte System, und ich war auch nie in Hektik ;)
Zuerst führte mich mein Weg zum Hunderwasserhaus in Wien, das erste Gebäude dieser Art, das erbaut wurde. Dieses ungewöhnliche, bunte Haus mit den üppigen Bäumen auf dem Dach aus der Nähe zu sehen, war schon genial ;) Ein Satz vom Architekten Friedensreich Hundertwasser: "Ein Maler träumt von Häusern und einer schönen Architektur, in der der Mensch frei ist und dieser Traum wird Wirklichkeit."

Danach ging es zum Schottentor, eine Station auf der Ringlinie, in dessen Nähe sich die Universität und die Votivkirche Wiens befindet, eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Nur wurde die Kirche gerade von außen restauriert und aus irgendeinem Grund wurde als Abdeckung eine riesengroße Nespresso-Werbung hingehängt, weshalb mich nur ein überdimensionaler George Clooney anlachte. What else?! Na toll! Aber naja, eine Kirche hat ja vier Seiten zu Fotografieren ;)
Als ich dann zum Universitätsgebäude kam und dachte, ich könnte mal einen Blick hineinwerfen, wurde ich leider auch enttäuscht, denn am Tag davor wurden die letzten paar Studenten (und 80 Obdachlose...) aus dem noch besetzten Hörsaal geworfen und das Gebäude konnte seitdem nur von Mitarbeitern unter strengen Ausweiskontrollen betreten werden. Mmmh...

Im Anschluss ging es zur Karlskirche, ein wunderschöner barocker Kirchbau, umgeben von einer herrlichen Parkanlage mit einer großen Wasseranlage in der Mitte, obwohl diese leider momentan trockengelegt war, um im Karlspark genug Platz zu haben, für - was wohl ;) - einen Weihnachtsmarkt!
Um meinem Lieblingsfluß dann noch einen Besuch abzustatten, fuhr ich mir der U-Bahn Richung Nordosten zur Donauinsel, die Bahn hielt auch direkt auf der Brücke und man konnte wunderbar zum Festland spazieren. Auf dem halben Weg zurück war ich dann noch am Prater, eine sehr große weitläufige Parklandschaft, die heute noch größtenteils aus Auenland besteht. Zudem gibt es dort einen großen Vergnügungspark, den sogenannten 'Wurstelprater' :) Da es bald dunkel wurde und ich noch eine letzte Anlaufstelle hatte, hab ich dort leider nur einen Blick auf das berühmte Wiener Riesenrad geworfen. Zumindets war ich mal da ;) Ein kleiner Spaziergang wäre aber auch schön gewesen, nur vielleicht eher im Frühling und Sommer, naja, beim nächsten Mal!

Bevor die Sonne unteing, wollte ich mir noch unbedingt die Stadt von oben ansehen, also ging es zurück und rauf auf den Stephansdom, die berüchtigeten schmalen Wendeltreppen in Kirchen, die kein Ende nehmen, kennt ihr ja auch ;) Leider konnte man nicht raus und die Fenster waren fast alle zu, aber es war dennoch ein traumhafter Ausblick über diese schöne Stadt! Und das Beste: als ich dann noch ein paar Minuten oben im Museumsshop auf der Bank saß, hörte ich, wie der Verkäufer über sein Handy ganz angeregt mit jemanden plauderte. Ein Ungar!!! :)



Hunderwasserhaus,
live in Farbe zu sehen war natürlich schöner


Votivkirche


Donau! :)


Riesenrad am Prater

So, nun war es schon dunkel und tatsächlich gab es noch etwas, was ich noch nicht getan hatte bis dahin: gemütlich über einen der Wiener Weihnachtsmärkte schlendern! Also machte ich noch einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt und kam zurück zum Rathausplatz, wo der Garten und das Stadtgebäude nun im vielen bunten Lichtern erstrahlten. Am Eingang gab es gleich einen schönen heißen Kinderpunch für mich ;) Und dann hab ich einfach diese schöne weihnachtliche Atmosphäre mit vielen Lichtern und Kerzenschein, heißen Getränken, gebrannte Mandeln, kandierte Äpfel, gut gelaunten Familien und Kindern, Spielzeug und andern Weihnachtsmarktkrimskrams genossen :) Bald war ich zuhause...


Rathausplatz mit Weihnachtsmarkt





Am Abend trafen Begüm und ich dann noch ein paar Freunde von ihr, ein Pärchen aus Italien, das in Frankfurt als Videogame-Tester arbeitet (ich sehe schon im Geiste das Leuchten in den Augen der ganzen Jungs, die diese Story lesen ;)). Denn was immer noch fehlte, war ein Besuch im Kaffeehaus, also führte uns Begüm ins Café Central und wir erfreuten uns an bestem Kaffee, die köstlichste Sachertorte, die ich je gegessen habe und an den schönen Klängen des Klavierspielers. Einfach wunderbar :)





Den Abend ließen wir dann noch in einem bekannten Pub ausklingen bei Bier und interessanten Gesprächen zu Audimax-Räumungen und Berlusconi.

MITTWOCH
Trotz der frühen Morgenstunde von 5Uhr wurde ich von meiner Gastgeberin noch sehr herzlich verabschiedet und für mich ging es dann zum Westbahnhof, um meinen Zug zu erwischen. Im Shop noch schnell eine ZEIT gekauft, somit hatte ich seit einer Ewigkeit mal wieder eine Informationsquelle zur 'Außenwelt' in der Hand ;) Im Zug schnell einen Platz finden, hinsetzten, sich entspannen und wissen, dass man bald, nach 5 Monaten weg sein, wieder Berlin sein würde...


Tja, nun bin ich schon wieder seit zwei Wochen in Budapest, habe meine letzten Prüfungen erfolgreich hinter mich gebracht und genieße gerade die Tatsache, dass ich morgens aufwachen kann und mir überlege "Mmh, was muss ich denn heute erledigen? Ah! Nichts!" :) Einen Monat kann ich nun noch hier genießen, Leute treffen, im Cafè sitzten, lesen, meinen Blog schreiben ;), Reisepläne schmieden (bald geht es hoffentlich los nach Rumänien!!!) und mich dann schon bald anfangen zu freuen, wieder richtig nach Hause zu kommen. Aber vorher hab ich ja noch soooo viel zu tun hier ;)
Durch die freie Zeit ist es dafür nun kein Problem für mich, euch allen ganz fest noch die Daumen zu drücken für eure ganzen Prüfungen, die noch anstehen! Ich drück euch alle ganz lieb und denk an euch :)

Üdvözöllek! Katrin ^^




PS: Eine Anmerkung für die Profi-Fotografen unter euch: da meine Kamera anscheinend wirklich nicht mehr die Beste war, sind einge Bilder ziemlich dunkel, andere dafür durch meine dürftige Bearbeitung vielleicht zu hell. Ich bitte das zu entschuldigen! Dank dem lieben Weihanchstmann werden die nächsten Bilder wieder top :)




Mittwoch, 16. Dezember 2009
Szia!

Nun bin ich schon drin in der Examen-Zeit, die Stunden am Schreibtisch, die heißen Tassen Tee mit Keksen und die umgeblätterten Seiten in den medizinischen Fachbüchern häufen sich... Hatte letzte und diese Woche insgesamt schon 7 Prüfungen (!), heute hab ich mal ein bisschen Luft und nutze die Zeit, um den lange ersehnten nächsten Beitrag zu schreiben, der letzte ist schließlich schon eine ganze Weile her.
Etwas muss ich hier noch anfügen, da meine Kamera leider momentan nicht ganz so gute Arbeit leistet, sind die meisten Bilder hier von jemand anderem gemacht worden, danke an meine Mädels Inga, Nora und Doreen :)

Vor einigen Wochen an einem Donnerstag habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Thanksgiving gefeiert, ja, amerikanische Austauschstudenten haben wir hier auch! Ich wurde von meinem Mitbewohner mitgenommen und kannte auf der Party nur eine halbe Handvoll Leute, aber naja, das ist ja hier nicht problematisch ;) In die Wohnung eingetreten, stolperte man gleich in die kleine Küche, auf dem Tisch thronte ein riesengroßer Truthahn, der die letzten 6-7 Stunden im Ofen verbracht hatte. Und da ich auch etwas später zum Essen gestoßen bin, war er schon ordentlich abgeputzt! Ringsherum standen eine Reihe weiterer Teller und Schüsseln mit Köstlichkeiten, typisch amerikanischen Gerichten, aber auch andere leckere mitgebrachte Speisen der eingeladenen Gäste. Ich hatte mich an einem Bananenkuchen versucht, der musste allerdings auf den Tisch des Dessert-Zimmers, denn für die fast nochmal genauso vielen süßen Sachen reichte der Platz in der Küche bei Weitem nicht aus ;) Wie ihr seht, es gab mal wieder viel zu Futtern! Und es war alles soooooo lecker...!
Die meisten Leute auf der Feier waren Mitglieder einer christlichen Gruppe von ungarischen und ausländischen jungen Leuten, bei der mein Mitbewohner teilweise die Treffen jeden Freitag mitorganisiert und leitet. Anfangs war ich mir etwas unsicher, dorthin mitzukommen, ich dachte, ich wäre dort als nicht-religiöser Mensch vielleicht fehl am Platz? Aber ich sollte auch nicht der einzige mitgebrachte Freund sein. Wir haben auch gesungen, es stand ein großer Flügel in dem einen Zimmer sowie zwei Gitarren. Und später wurde dann auch zu einem stillen Gebet für ein paar Minuten eingeladen. Ich hab mir diesen Teil sozusagen nur 'angeschaut', aber es war nichtsdestotrotz etwas ungewohnt und neu für mich.
Mal abgesehen davon - natürlich ;) - waren es alle supernette Leute, es hat wieder viel Spaß gemacht, die vielen netten Menschen kennenzulernen und neue Geschichten zu hören. Und es waren auch Ungarn da, toll! ;)


turkey-before-after








Melina (Zypern), Inga (Deutschland)


Anma (Zypern) mit Rachel (USA), unserer Gastgeberin


Samstag habe ich mit ein paar Freunden der Lernerei getrotzt und haben eine weitere kleine ungarsiche Stadt besucht, Győr. Im Nordwesten von Budapest gelegen brauchten wir nur gut eine Stunde, was sich wunderbar für einen EIn-Tag-Ausflug angeboten hat. Wir wollten einfach nur mal wieder raus und es hat ganz gut getan, einfach nur ohne bestimmtes Ziel durch die kleinen Straßen der Innenstadt zu schlendern, sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt gab es dort, natürlich war am Vormittag dort noch nicht so viel los. Leider hat es auch die erste Hälfte des Tages etwas geregnet, aber wir haben uns davon nicht abhalten lassen, ein paar schöne Ecken der Stadt zu entdecken, sowie einen kleinen Markt an der Donau (die dort natürlich auch durchfließt, wer hätte das gedacht ;)), wo es auch einen Stand gab mit bestimmt 20 verschiedenen Sorten Salnonzucker, ein typisch ungarsiche Süßigkeit, für jeweils wenige Euro pro Kilo :) Da mussten wir natürlich erstmal zuschlagen! Am Nachmittag kam dann noch die Sonne raus, was will am mehr!






szalon cukor...


...und wir :)




Inga, Doreen, Verena, ich, Becky Yiu (China) und Nora, Tee und Kaffee ;)


Abends zurück in Budapest wartete dann noch etwas ganz Besonderes auf uns: Konzert von Yann Tiersen im Gödör am Deák tér. Wem der Name nichts sagt, dem sei mit den Soundtracks von "Die fabelhafte Welt der Amélie" und "Good Bye, Lenin!" weitergeholfen. Yann Tiersen ist Komponist, Musiker und Multi-Instrumentalist aus Frankreich und spielt so um die zehn verschiedenen Instrumente. Mein erstes größtenteils instrumentales Konzert, trotzdem Wahnsinn! Ihn auf der Geige spielen zu sehen ist einfach ein Erlebnis :)


die Mädels!


Inga und Nora


:)


ausklingen des Abends im 'Instant'




Momentan bin ich so ein bisschen hin- und hergerissen zwischen Lernen, Prüfungen natürlich, und Komilitonen oder Freunde vom Sprachkurs treffen, da ja Weihnachten näher rückt und viele Leute, die nur ein Semester bleiben, nicht so wie ich nochmal wiederkommen, sondern schon komplett wieder nach Hause fahren. So musste ich z.B. heute abend unserer einzigen finnischen Medizin-Erasmusstudentin auf Wiedersehen sagen, wir waren heute nochmal zum Abschluss in unserer Lieblingsbar Pasta essen. Ähnlich war es auch schon letzte Woche. Einige werde ich trotzdem schon bald wiedersehen, zumindest schonmal zwei Mädels von meinem Sprachkurs, die auch in Leipzig studieren und wir lustigerweise festgestellt haben, dass die beiden die letzten zwei Jahre bei mir um die Ecke gewohnt haben und selbst sie sich jeweils nie getroffen hatten ;) Trotzdem fand ich es schon so schwer, mich in Deutschland von so vielen Menschen für ein halbes Jahr zu verabschieden, aber hier? Alle sind verstreut über ganz Europa oder noch weiter. Naja, anscheinend hat nun so langsam das Ende meines Aufenthalts hier angefangen :(

Aber ein wenig Zeit habe ich schließlich noch und sowieso ist ja wie gesagt erstmal bald Weihnachten. An meiner Pinnwand hängt schon seit einigen Wochen mein Zugticket für den 23. Dezember von Wien nach Berlin! Wie, was, Wien? Nein, hab mich nicht in der Stadt geirrt! Und ihr wiist ja, was das heißt... es gibt schon bald einen neuen Beitrag ;)

Aber bis dahin bringe ich hier noch zwei Prüfungen hinter mich und gehe Weihnachtsshoppen!!!
Allen fleißigen Studenten und Prüfungschreibern wünsche ich noch viel Erfolg bis zu den Feiertagen, allen arbeitenden Menschen so gut es geht stressfreie Tage bis zum Weihnachts-Feierabend :)

Und noch was Schönes: vor ein paar Tagen eines schönen Morgens stand ich auf, öffnete das Fenster und sah kleine, feine Schneeflöckchen vom Himmel fallen :))) Jetzt muss es nur noch so kalt werden, dass der Schnee auch liegen bleibt. Ist das nicht schon längst? Mir kommt's so vor, brrrrrh!

Seit alle lieb gegrüßt!
Szia!

Eure Katrin ^^