Thema: September 09
09. Oktober 09
Szia! Oder wie ich diesmal auch sagen kann 'Zdravo!'
Mein erster größerer Ausflug hat stattgefunden und zwar nach Belgrad, Hauptstadt Serbiens, und davon möchte ich nun berichten.
An diesem Wochenende waren viele Erasmus-Studenten von unserer und auch anderen Uni's aus Budapest und Ungarn zum 'Wondercamp' am Balaton. So sehr es mich auch gereizt hat, nochmal das schöne Flair des Plattensees zu genießen und noch ein paar andere Leute kennenzulernen, zumal das Wetter ja noch super war, hat mich einmal der Preis etwas abgeschreckt und zum anderen, dass dem ganzen zu sehr 'Party und Saufen' aufgedrückt war. Also haben ich und ein paar andere sich überlegt, was man sonst mit Geld und Wochenende anfangen könnte. Und das kam dabei raus:
FREITAG
Für den Tag gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn unser Trip ging am Abend 23Uhr erst los. Um es gleich vorneweg zu nehmen, das Wochenende war super!!! ...bis auf die Zugfahrten, denn wir waren mal ganz Student und sind hin und zurück nachts gefahren, damit wir nur eine Übernachtung dort bezahlen mussten. Das hieß natürlich zwei Nächte zu fünft (wenn wir Pech hatten auch mehr) in einem kleinen Abteil der Osteuropäischen Eisenbahn zu verbringen, insgesamt vier mal geweckt zu werden, zwei mal zur Ticketkontrolle, einmal Pass in Ungarn und einmal in Serbien. Zudem hat der Zug auf beiden Fahrten anstatt jeweils 7 Stunden 1-2h länger gebraucht. Naja, das nimmt man halt mal hin. Ich hatte wenigstens meinen Schlafsack dabei und so war es immerhin warm und kuschelig. Und ich stand trotzdem am Montag wenige Stunden nach Ankunft in Budapest wieder brav in der Uni ;)
SAMSTAG
Um 7Uhr morgens purzelten wir dann aus dem Zug raus in die Bahnhofshalle in Belgrad. Geld tauschen, Hostel aufsuchen. War nicht schwer, das Hostel war vielleicht 3min vom Bahnhof entfernt und hatte 24h auf. Und so wurden wir gleich sehr nett und mit Kaffee von einem der Inhaber empfangen. Dieses Hostel gab es erst seit drei Monaten und wurde von 8 serbischen Jungs finanziert und eröffnet, alles neu und selbst gebaut, klein und gemütlich, heiße Getränke inklusive. Super :)
Nachdem wir uns alle auf einen späteren Mittagsschlaf geeinigt hatten, ging es gleich los in die Stadt, Frühstück suchen. Vorbei an einer Touristeninformation, die uns mit Stadtplänen ausstattete, schlenderten wir in die Innenstadt. Und fanden ein Café mit dem köstlichstem Brownie, den ich je gegessen hab :)

Die Innenstadt, Knez Mihailova ulica, wird auch Prachtstraße genannt, hier befinden sich Kulturzentren, Theater, Universitäten, aber vor allen Dingen Cafés und Shops, sehr touristisch, alles was wir drum herum gesehen haben, besonders an Gebäuden, sah grundlegend anders aus. Von der Straße sind wir dann auf direktem Weg zum Kalemegdan gekommen, einer riesiegen Parkanlage auf dem Hügel der ehemaligen Festung von Belgrad. Überall sieht man noch alte Gemäuer herumstehen, teilweise gut erhalten und zu Museen umgebaut, Und wir hatten von dort oben eine schöne Aussicht auf die Flußgabelung der Donau und Save.

Ja, das sind übrigens wir ;) Drei Mädels aus Deutschland, zwei Jungs aus Polen: ich, Phuong, Sebastian, Kamil, Esther

Kalemegdan

:)
Auf unserer gesamten Stadttour sind wir immer wieder an christlich-orthodoxen Kirchen vorbeigekommen, verständlich, wenn 90Prozent der Belgrader dieser Konfession angehören. Die schönste Kirche allerdings war die Hram Svetog Sav, die Kathedrale des heiligen Sava, auf dem Hügel Vračar im Süden der Stadt. Sie ist eines der größten orthodoxen Kirchenhäuser der Welt, außen ganz weiß und hat den Platz dort komplett ausgefüllt. Wunderschön! Am interessantesten fand ich eigentlich, dass diese Kirche noch nicht fertig war, 2007 wurden gerade mal die Außenarbeiten beendet, innen war sie jedoch noch komplett im Rohzustand und man sah einfach nur Beton. Irgendwie komisch, für mich sind Kirchen etwas Altes, vielleicht schon Restaurierbedürftiges, aber einen völligen Neubau zu sehen... 2012 kann ich ja nochmal hin, da soll sie fertig sein ;)

Weiter auf unserem Rundgang durch 'Altbelgrad' haben wir noch weitere interressante Gebäude und Plätze erkundet, sauber und schön hergerichtet, andererseits auch alt und verfallen, sind einfach mal durch normales Wohngebiet geschländert, waren in Skadarlija, dem alten Bohèmeviertel mit vielen kleinen Cafés und Restaurants, auf dem Trg Republike und nach einem großen Bogen durch die Stadt kamen wir schließlich wieder im Hostel an. Auf den Bildern kann ich euch vielleicht ein bisschen das Aussehend der Stadt zeigen.

Universität
Stadtschloss

unsere Jungs vor dem Parlament
Kulturzentrum am Trg Republike
am Trg Slavija
Skadarlija

;)
Abends waren wir dann im 'Café ?' in Altbelgrad lecker Cevapcici essen und zum Nachtisch Eis bei unserem neu entdecktem Lieblingscafé ;)
Obwohl wir alle schon etwas müde waren, haben wir uns trotzdem noch Rirchtung Ada Ciganlija gemacht, eine Flußinsel auf der Save. Dort angekommen, es tönte Musik von irgendwo her und wir folgten ihr einfach, platzten wir ganz unabsichtlich auf ein Privatparty auf einem Hausboot. Aber anstatt uns wegzuschicken, hat der Besitzer uns hereingebeten, uns Trinken und eine Schüssel mit Nüssen angeboten und wir konnten dort einen Moment verweilen und der Musik der Liveband lauschen. Es waren zwar alles Leute zwischen 30-40 dort, aber sie waren sehr freundlich und aufgeschlossen und haben sich nett mit uns unterhalten. Eines der vielen Beispiele für die Freundlichkeit der Leute in Belgrad, die wir dort erleben durften, waren es die Jungs im Hostel, ein junges Pärchen aus Novi Sad im Zug auf dem Rückweg nach Budapest oder Leute auf den Straßen, die uns mit weit ausgebreiteten Stadtplänen stehen sahen und sofort gefragt haben, ob sie uns beim Wegfinden helfen können. Toll :)

wir mit unserem Gastgeber
SONNTAG
Am nächsten Morgen sind wir nach einem kleinen Abstecher beim Bäcker auf die 'Neubelgrad'-Seite gefahren und haben dort erstmal gemütlich im Grünen gefrühstückt. Diesen Tag haben wir in Zemun verbracht, einem Bezirk westlich der Save, geprägt von Einfamilienhaus-Siedlungen, kleinen Gassen, dem großen Gradski park (Stadtpark), wieder vielen Kirchen und einer endloslangenn schönen Promenade an der Donau. Vom Zug aus auf der Hinfahrt konnte man schon einen großes Gebiet 'Wellblechdächer' entdecken, darunter verbarg sich The Green Market, einer der besten Märkte in Belgrad, Obst, Gemüse, Fisch, und jede Menge Honig, Gewürze und Tee :)
Südlich von Zemun schließt sich dann das eigentliche Novi Beograd an, riesengroße Hochhäuser, Schulen und Universitäten, Industrie. Ein erheblicher Unterschied.
Green Market
Blick vom Gardoš Hügel
Blick auf Novi Beograd
Abends, nachdem wir dann unsere letzten Serbischen Dinar in Sandwiches gesteckt hatten, ging es dann gegen 21Uhr auf die Zugfahrt zurück nach Budapest. Lang und wenig Schlaf wie auf der ersten Reise.
War ein überaus interessanter Ausflug, eine Stadt, teilweise ganz anders, grau und grün in einem, noch weniger touristisch,freundliche Menschen und bestimmt noch mehr zu entdecken. Wäre nun spannend zu sehen, wie es im Rest von Serbien aussieht...
Hoffe, ich konnte euch ein bisschen was zeigen :)
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal!
Ćao!
Katrin ^^
Mein erster größerer Ausflug hat stattgefunden und zwar nach Belgrad, Hauptstadt Serbiens, und davon möchte ich nun berichten.
An diesem Wochenende waren viele Erasmus-Studenten von unserer und auch anderen Uni's aus Budapest und Ungarn zum 'Wondercamp' am Balaton. So sehr es mich auch gereizt hat, nochmal das schöne Flair des Plattensees zu genießen und noch ein paar andere Leute kennenzulernen, zumal das Wetter ja noch super war, hat mich einmal der Preis etwas abgeschreckt und zum anderen, dass dem ganzen zu sehr 'Party und Saufen' aufgedrückt war. Also haben ich und ein paar andere sich überlegt, was man sonst mit Geld und Wochenende anfangen könnte. Und das kam dabei raus:
FREITAG
Für den Tag gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn unser Trip ging am Abend 23Uhr erst los. Um es gleich vorneweg zu nehmen, das Wochenende war super!!! ...bis auf die Zugfahrten, denn wir waren mal ganz Student und sind hin und zurück nachts gefahren, damit wir nur eine Übernachtung dort bezahlen mussten. Das hieß natürlich zwei Nächte zu fünft (wenn wir Pech hatten auch mehr) in einem kleinen Abteil der Osteuropäischen Eisenbahn zu verbringen, insgesamt vier mal geweckt zu werden, zwei mal zur Ticketkontrolle, einmal Pass in Ungarn und einmal in Serbien. Zudem hat der Zug auf beiden Fahrten anstatt jeweils 7 Stunden 1-2h länger gebraucht. Naja, das nimmt man halt mal hin. Ich hatte wenigstens meinen Schlafsack dabei und so war es immerhin warm und kuschelig. Und ich stand trotzdem am Montag wenige Stunden nach Ankunft in Budapest wieder brav in der Uni ;)
SAMSTAG
Um 7Uhr morgens purzelten wir dann aus dem Zug raus in die Bahnhofshalle in Belgrad. Geld tauschen, Hostel aufsuchen. War nicht schwer, das Hostel war vielleicht 3min vom Bahnhof entfernt und hatte 24h auf. Und so wurden wir gleich sehr nett und mit Kaffee von einem der Inhaber empfangen. Dieses Hostel gab es erst seit drei Monaten und wurde von 8 serbischen Jungs finanziert und eröffnet, alles neu und selbst gebaut, klein und gemütlich, heiße Getränke inklusive. Super :)
Nachdem wir uns alle auf einen späteren Mittagsschlaf geeinigt hatten, ging es gleich los in die Stadt, Frühstück suchen. Vorbei an einer Touristeninformation, die uns mit Stadtplänen ausstattete, schlenderten wir in die Innenstadt. Und fanden ein Café mit dem köstlichstem Brownie, den ich je gegessen hab :)

Die Innenstadt, Knez Mihailova ulica, wird auch Prachtstraße genannt, hier befinden sich Kulturzentren, Theater, Universitäten, aber vor allen Dingen Cafés und Shops, sehr touristisch, alles was wir drum herum gesehen haben, besonders an Gebäuden, sah grundlegend anders aus. Von der Straße sind wir dann auf direktem Weg zum Kalemegdan gekommen, einer riesiegen Parkanlage auf dem Hügel der ehemaligen Festung von Belgrad. Überall sieht man noch alte Gemäuer herumstehen, teilweise gut erhalten und zu Museen umgebaut, Und wir hatten von dort oben eine schöne Aussicht auf die Flußgabelung der Donau und Save.

Ja, das sind übrigens wir ;) Drei Mädels aus Deutschland, zwei Jungs aus Polen: ich, Phuong, Sebastian, Kamil, Esther

Kalemegdan

:)
Auf unserer gesamten Stadttour sind wir immer wieder an christlich-orthodoxen Kirchen vorbeigekommen, verständlich, wenn 90Prozent der Belgrader dieser Konfession angehören. Die schönste Kirche allerdings war die Hram Svetog Sav, die Kathedrale des heiligen Sava, auf dem Hügel Vračar im Süden der Stadt. Sie ist eines der größten orthodoxen Kirchenhäuser der Welt, außen ganz weiß und hat den Platz dort komplett ausgefüllt. Wunderschön! Am interessantesten fand ich eigentlich, dass diese Kirche noch nicht fertig war, 2007 wurden gerade mal die Außenarbeiten beendet, innen war sie jedoch noch komplett im Rohzustand und man sah einfach nur Beton. Irgendwie komisch, für mich sind Kirchen etwas Altes, vielleicht schon Restaurierbedürftiges, aber einen völligen Neubau zu sehen... 2012 kann ich ja nochmal hin, da soll sie fertig sein ;)

Weiter auf unserem Rundgang durch 'Altbelgrad' haben wir noch weitere interressante Gebäude und Plätze erkundet, sauber und schön hergerichtet, andererseits auch alt und verfallen, sind einfach mal durch normales Wohngebiet geschländert, waren in Skadarlija, dem alten Bohèmeviertel mit vielen kleinen Cafés und Restaurants, auf dem Trg Republike und nach einem großen Bogen durch die Stadt kamen wir schließlich wieder im Hostel an. Auf den Bildern kann ich euch vielleicht ein bisschen das Aussehend der Stadt zeigen.

Universität
Stadtschloss

unsere Jungs vor dem Parlament
Kulturzentrum am Trg Republike
am Trg Slavija
Skadarlija

;)
Abends waren wir dann im 'Café ?' in Altbelgrad lecker Cevapcici essen und zum Nachtisch Eis bei unserem neu entdecktem Lieblingscafé ;)
Obwohl wir alle schon etwas müde waren, haben wir uns trotzdem noch Rirchtung Ada Ciganlija gemacht, eine Flußinsel auf der Save. Dort angekommen, es tönte Musik von irgendwo her und wir folgten ihr einfach, platzten wir ganz unabsichtlich auf ein Privatparty auf einem Hausboot. Aber anstatt uns wegzuschicken, hat der Besitzer uns hereingebeten, uns Trinken und eine Schüssel mit Nüssen angeboten und wir konnten dort einen Moment verweilen und der Musik der Liveband lauschen. Es waren zwar alles Leute zwischen 30-40 dort, aber sie waren sehr freundlich und aufgeschlossen und haben sich nett mit uns unterhalten. Eines der vielen Beispiele für die Freundlichkeit der Leute in Belgrad, die wir dort erleben durften, waren es die Jungs im Hostel, ein junges Pärchen aus Novi Sad im Zug auf dem Rückweg nach Budapest oder Leute auf den Straßen, die uns mit weit ausgebreiteten Stadtplänen stehen sahen und sofort gefragt haben, ob sie uns beim Wegfinden helfen können. Toll :)

wir mit unserem Gastgeber
SONNTAG
Am nächsten Morgen sind wir nach einem kleinen Abstecher beim Bäcker auf die 'Neubelgrad'-Seite gefahren und haben dort erstmal gemütlich im Grünen gefrühstückt. Diesen Tag haben wir in Zemun verbracht, einem Bezirk westlich der Save, geprägt von Einfamilienhaus-Siedlungen, kleinen Gassen, dem großen Gradski park (Stadtpark), wieder vielen Kirchen und einer endloslangenn schönen Promenade an der Donau. Vom Zug aus auf der Hinfahrt konnte man schon einen großes Gebiet 'Wellblechdächer' entdecken, darunter verbarg sich The Green Market, einer der besten Märkte in Belgrad, Obst, Gemüse, Fisch, und jede Menge Honig, Gewürze und Tee :)
Südlich von Zemun schließt sich dann das eigentliche Novi Beograd an, riesengroße Hochhäuser, Schulen und Universitäten, Industrie. Ein erheblicher Unterschied.
Green Market
Blick vom Gardoš Hügel
Blick auf Novi Beograd
Abends, nachdem wir dann unsere letzten Serbischen Dinar in Sandwiches gesteckt hatten, ging es dann gegen 21Uhr auf die Zugfahrt zurück nach Budapest. Lang und wenig Schlaf wie auf der ersten Reise.
War ein überaus interessanter Ausflug, eine Stadt, teilweise ganz anders, grau und grün in einem, noch weniger touristisch,freundliche Menschen und bestimmt noch mehr zu entdecken. Wäre nun spannend zu sehen, wie es im Rest von Serbien aussieht...
Hoffe, ich konnte euch ein bisschen was zeigen :)
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal!
Ćao!
Katrin ^^
Thema: September 09
04. Oktober 09
Hallo!
Etwas Schönes ist passiert, es hat tatsächlich jemanden nach Budapest verschlagen, um mir einen kleinen Besuch abzustatten :)
Es ist jetzt schon einige Tage her und trotzdem war ich beim Durchschauen der Bilder sehr erstaunt, wie schnell sich dann doch das Wetter zu heute geändert hat. An dem Wochenende war T-Shirt ein Muss, gesten abend war mir schon in meiner 'Übergangsjacke' zu kalt (ich weiß, bei euch sind es kaum noch 10Grad nachts und ich sollte mich nicht beschweren, aber trotzdem.. brrrrrrh!).
Da Haenser seine neue Kamera dabei hatte (digitale Spiegelreflexkamera, ich will auch!!!!), lasse ich diesmal größtenteils nur Bilder sprechen. Nicht wundern, auf den Bildern sind größtenteils WIR drauf ;) Wir hatten auf jeden Fall schöne Rundgänge durch die Stadt und Umgebung und Haenser war durch seinen Fotoapparat schon von weitem bestens als Tourist zu identifizieren ;)
FREITAG
Passenderweise haben meine Erasmus-Leute and em Tag eine kleine Budapest-Ralley veranstaltet, also konnten wir so schon etwas in der Stadt herumschwänzeln. Leider waren wir nicht sehr viele, um die 10 Leute, aber es war trotzdem ganz lustig, wie schon beim Sprachkurs mussten wir zu bestimmten Orten und kleine Aufgaben erledigen. Als Belohnung gab z.B. Pálinka (als Begrüßungsschnaps ganz am Anfang übrigens auch schon...) oder Schokolade ;)

Turo Rudi (wer's probieren will, muss herkommen ;))

Deák ferenc tér
Gödör-Club
Am Ende haben wir uns noch mit Studenten einer anderen Uni getroffen und haben versucht, mit allen Leuten das Wort ERASMUS! zu formulieren, um uns dann von einem Fotografen ablichten zu lassen. Hier seht ihr unseren kläglichen Vesuch:
Könnt ihr es lesen? Ich auch nicht. Das Foto hat übrgens Haenser gemacht, indem er auf eine Statue geklettert ist, der Fotograf hatte nicht mal einen so hohen Platz wie er. Naja...
Anschließend sind wir dann zu zweit noch durch das nächtliche Budapest spaziert.
(für alle Foto-Profis, ich weiß, es ist unscharf, ich find's trotzdem schön ;))
SAMSTAG
Frühstück!


und ich???
Dann ging es ein bisschen ausserhalb Richtung Trödelmarkt. Leider gab es dort größtenteils nur wirklich antike Sachen zu bestauen und weniger zum Kaufen, es sei denn, man steht auf alte Möbel, da kann man dort wirklich schmucke Stücke finden. Trotzdem ein hübscher Markt und vor alledem riesig!


Zurück in Budapest sind wir dann auf der Andrássy út über eine Art 'Umwelt-und-Theater-Festival' gestolpert.

'Fahrrad' war ein großes Thema, besonders, da 'Critical Mass' in ein paar Tagen anstand. Diese Demonstrationen findet in vielen Städten der Welt mehr oder weniger regelmäßig statt, über Plakate und Mundpropaganda finden sich scheinbar zufällig mehrere tausende nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer auf den großen Hauptverkehrstraßen zusammen, um gemeinsam durch Protestfahrten auf ihre Rechte im Straßenverkehr gegenüber den motorisierten Verkehrsteilnehmern aufmerksam zu machen. Ich war an dem Tag auch draussen, um mir das Spektakel anzusehen, leider ohne Rad, aber es war trotzdem beeindruckend, die Leute hatten eine Menge Spaß und es gab tatsächlich keinerlei Polizeiabsperrungen, die Leute fuhren zu tausenden, aber ordentlich! auf den großen Straßen. Teilweise sind auch Leute mit kleinen Kinderfahrrädern oder diesen alten Hochrädern an mir vorbeigestrampelt, herrlich :)
Abends ging es dann weiter mit der Stadtbesichtigung, vorher waren wir noch in einem kleinen rustikalen ungarischem Restaurant essen, simple Gerichte, aber richtig lecker, nur leider haben wir den Fehler gemacht, eine Vorspeise zu bestellen, wir haben beide unser Hauptgericht nur zur Hälfte geschafft, es war alles richtig deftig und wir waren so pappesatt!

SONNTAG
An dem Tag waren wir ganz gemütlich auf der Buda-Castle und auf der Margitsziget faulenzen und haben abends für meine Mitbewohnerin gekocht. Ein Sonntag halt ;)

Metro
MONTAG
Endlich ein Wochentag und wir konnten noch kurz in der Central Markethall, Nagy Vásárcsarnok, vorbeischauen, lauter kleine Stände mit Obst, Gemüse, Fleisch, FIsch, Käse...alles, was man braucht und das für wenig Geld. Und ich hab endlich richtiges Brot hier gefunden :)
Anschließend noch ein Besuch zur Ráday utca ins Café mit der besten heißen Schokolade in Budapest, bevor es dann zum tränenreichen Abschied am Flugahfen ging...
Aber es war schön!!! Danke :)

Oha, jetzt hab ich ja doch so viel geschrieben... kann's nicht lassen, wenn ich mal dabei bin ;)
Jetzt dürft ihr euch auch schon auf den nächsten Beitrag freuen, der wird was ganz Besonderes, ich warte nur noch auf Fotos!
Euch allen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!
Szia!
Eure Katrin ^^
Etwas Schönes ist passiert, es hat tatsächlich jemanden nach Budapest verschlagen, um mir einen kleinen Besuch abzustatten :)
Es ist jetzt schon einige Tage her und trotzdem war ich beim Durchschauen der Bilder sehr erstaunt, wie schnell sich dann doch das Wetter zu heute geändert hat. An dem Wochenende war T-Shirt ein Muss, gesten abend war mir schon in meiner 'Übergangsjacke' zu kalt (ich weiß, bei euch sind es kaum noch 10Grad nachts und ich sollte mich nicht beschweren, aber trotzdem.. brrrrrrh!).
Da Haenser seine neue Kamera dabei hatte (digitale Spiegelreflexkamera, ich will auch!!!!), lasse ich diesmal größtenteils nur Bilder sprechen. Nicht wundern, auf den Bildern sind größtenteils WIR drauf ;) Wir hatten auf jeden Fall schöne Rundgänge durch die Stadt und Umgebung und Haenser war durch seinen Fotoapparat schon von weitem bestens als Tourist zu identifizieren ;)
FREITAG
Passenderweise haben meine Erasmus-Leute and em Tag eine kleine Budapest-Ralley veranstaltet, also konnten wir so schon etwas in der Stadt herumschwänzeln. Leider waren wir nicht sehr viele, um die 10 Leute, aber es war trotzdem ganz lustig, wie schon beim Sprachkurs mussten wir zu bestimmten Orten und kleine Aufgaben erledigen. Als Belohnung gab z.B. Pálinka (als Begrüßungsschnaps ganz am Anfang übrigens auch schon...) oder Schokolade ;)

Turo Rudi (wer's probieren will, muss herkommen ;))

Deák ferenc tér
Gödör-Club
Am Ende haben wir uns noch mit Studenten einer anderen Uni getroffen und haben versucht, mit allen Leuten das Wort ERASMUS! zu formulieren, um uns dann von einem Fotografen ablichten zu lassen. Hier seht ihr unseren kläglichen Vesuch:
Könnt ihr es lesen? Ich auch nicht. Das Foto hat übrgens Haenser gemacht, indem er auf eine Statue geklettert ist, der Fotograf hatte nicht mal einen so hohen Platz wie er. Naja...
Anschließend sind wir dann zu zweit noch durch das nächtliche Budapest spaziert.
(für alle Foto-Profis, ich weiß, es ist unscharf, ich find's trotzdem schön ;))
SAMSTAG
Frühstück!


und ich???
Dann ging es ein bisschen ausserhalb Richtung Trödelmarkt. Leider gab es dort größtenteils nur wirklich antike Sachen zu bestauen und weniger zum Kaufen, es sei denn, man steht auf alte Möbel, da kann man dort wirklich schmucke Stücke finden. Trotzdem ein hübscher Markt und vor alledem riesig!


Zurück in Budapest sind wir dann auf der Andrássy út über eine Art 'Umwelt-und-Theater-Festival' gestolpert.

'Fahrrad' war ein großes Thema, besonders, da 'Critical Mass' in ein paar Tagen anstand. Diese Demonstrationen findet in vielen Städten der Welt mehr oder weniger regelmäßig statt, über Plakate und Mundpropaganda finden sich scheinbar zufällig mehrere tausende nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer auf den großen Hauptverkehrstraßen zusammen, um gemeinsam durch Protestfahrten auf ihre Rechte im Straßenverkehr gegenüber den motorisierten Verkehrsteilnehmern aufmerksam zu machen. Ich war an dem Tag auch draussen, um mir das Spektakel anzusehen, leider ohne Rad, aber es war trotzdem beeindruckend, die Leute hatten eine Menge Spaß und es gab tatsächlich keinerlei Polizeiabsperrungen, die Leute fuhren zu tausenden, aber ordentlich! auf den großen Straßen. Teilweise sind auch Leute mit kleinen Kinderfahrrädern oder diesen alten Hochrädern an mir vorbeigestrampelt, herrlich :)
Abends ging es dann weiter mit der Stadtbesichtigung, vorher waren wir noch in einem kleinen rustikalen ungarischem Restaurant essen, simple Gerichte, aber richtig lecker, nur leider haben wir den Fehler gemacht, eine Vorspeise zu bestellen, wir haben beide unser Hauptgericht nur zur Hälfte geschafft, es war alles richtig deftig und wir waren so pappesatt!

SONNTAG
An dem Tag waren wir ganz gemütlich auf der Buda-Castle und auf der Margitsziget faulenzen und haben abends für meine Mitbewohnerin gekocht. Ein Sonntag halt ;)

Metro
MONTAG
Endlich ein Wochentag und wir konnten noch kurz in der Central Markethall, Nagy Vásárcsarnok, vorbeischauen, lauter kleine Stände mit Obst, Gemüse, Fleisch, FIsch, Käse...alles, was man braucht und das für wenig Geld. Und ich hab endlich richtiges Brot hier gefunden :)
Anschließend noch ein Besuch zur Ráday utca ins Café mit der besten heißen Schokolade in Budapest, bevor es dann zum tränenreichen Abschied am Flugahfen ging...
Aber es war schön!!! Danke :)

Oha, jetzt hab ich ja doch so viel geschrieben... kann's nicht lassen, wenn ich mal dabei bin ;)
Jetzt dürft ihr euch auch schon auf den nächsten Beitrag freuen, der wird was ganz Besonderes, ich warte nur noch auf Fotos!
Euch allen einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!
Szia!
Eure Katrin ^^
Thema: September 09
22. September 09
Szia!
Da ihr warscheinlich schon dachtet, es passiert nichts in Budapest, gibt es nun wieder eine kleine Story von mir, um euch das Gegenteil zu beweisen ;)
Gerade im Moment scheint Ungarn das Land der Festivals zu sein. Und das nicht mal auf Musik bezogen, sondern mehr auf Speis und Trank. Gulaschfestival, Kürbisfestival, Pflaumentage, Trüffeljagd, um nur einiges zu nennen. Das wichtigste Festival im September ist für die Budapester jedoch das Internationale Weinfestival auf der Buda-Castle.
5 Tage lang präsentierten sich dort Winzer aus ganz Ungarn und Teilen Europas auf Märkten, Ausstellungen, Versteigerungen. Meine Mitbewohnerin bekam in der Woche Besuch von Freunden aus Norwegen und sie waren tatsächlich jeden Tag im Burgpalast. Mir genügte ein Ausflug am Samstag, also trommelte ich ein paar Leute von der Uni und vom Sprachkurs zusammen und los ging's. Wir nutzen gleich den freien Eintritt in die Ungarische Nationalgalerie und tankten erstmal Kultur, bevor es dann zun Verkostungen ging. Denn wie lässt sich Wein am Besten präsentieren, als wenn man ihn einfach kostet ;) Das Wetter war zum Glück auch am Abend noch warm, also konnten wir bis spät in die Nacht durch die erleuchteten Gemäuer schlendern.
Auf der großen Bühne wurden auch klassische Konzerte sowie Folkstänze aufgeführt, hat viel Spaß gemacht, den jungen Leuten zuzusehen, der Tanz war schnell und mit viel Energie und die Künstler hatten viel Freude dabei. Wir hatten ja schon während des Sprachkurses von unseren Mentoren einen kleinen Einblick in den ungarischen Folkstanz bekommen, also habe ich mich mit einer Freundin gleich mal in einen Tanzkurs eingeschrieben.
Gestern hatten wir unsere erste Stunde, oder besser gesagt drei! Aber es hat ne Menge Spaß gemacht und wir werden es auch fortführen. Für meine Spracherweiterung sei noch gesagt: der Kurs ist auf ungarisch. Mein Ziel wird es sein, auf jeden Fall die Witze der Tanzlehrer zu verstehen!!!
Hier noch ein paar Bilder vom borfesztivál.

Folkdance

Hanna (Finnland), Verena, Inga (Deutschland)

ich :)
Letzte Wochen haben unsere Erasmus-Organisatoren ein 'Eurodinner'
veranstaltet, eine International Drink and Food Party, bei der alle vertretenen Nationen an meiner Uni eine Spezialität ihres Landes zubereitet haben. Aber für uns war es erstmal nicht ganz einfach, ein klassisch deutsches Gericht zu finden. Doch wir waren uns dann einig, es muss Kartoffel sein! Also gab es von uns Kartoffelsalat mit Buletten und Sauerkraut, als Nachtisch Kartoffelpuffer mit selbstgemachtem Apfelmus. Auch die anderen Nationen hatten sehr leckere Sachem gezaubert und alles war ziemlich schnell weggeputzt. Ich habe mich bemüht, immer nur kleine Portionen zu nehmen, damit ich alles mal kosten kann ;) Soooooo viel Verschiedenes zu essen! Und soooooo lecker!!!

der deutsche Beitrag ;) Phuong, ich, Esther, Doreen, Daniel

ungarische Brote (hab leider vergessen, wie man es auf ungarisch nennt...), Palacsinta und Wein
unsere Erasmus-Organisatoren, was darf nicht fehlen? pálinka!

unsere Studenten aus Polen...

...und Portugal
So, ich geh jetzt in die Küche und mach mir ein schnödes Abendessen ;)
Viszlát!
Eure Katrin ^^
Da ihr warscheinlich schon dachtet, es passiert nichts in Budapest, gibt es nun wieder eine kleine Story von mir, um euch das Gegenteil zu beweisen ;)
Gerade im Moment scheint Ungarn das Land der Festivals zu sein. Und das nicht mal auf Musik bezogen, sondern mehr auf Speis und Trank. Gulaschfestival, Kürbisfestival, Pflaumentage, Trüffeljagd, um nur einiges zu nennen. Das wichtigste Festival im September ist für die Budapester jedoch das Internationale Weinfestival auf der Buda-Castle.
5 Tage lang präsentierten sich dort Winzer aus ganz Ungarn und Teilen Europas auf Märkten, Ausstellungen, Versteigerungen. Meine Mitbewohnerin bekam in der Woche Besuch von Freunden aus Norwegen und sie waren tatsächlich jeden Tag im Burgpalast. Mir genügte ein Ausflug am Samstag, also trommelte ich ein paar Leute von der Uni und vom Sprachkurs zusammen und los ging's. Wir nutzen gleich den freien Eintritt in die Ungarische Nationalgalerie und tankten erstmal Kultur, bevor es dann zun Verkostungen ging. Denn wie lässt sich Wein am Besten präsentieren, als wenn man ihn einfach kostet ;) Das Wetter war zum Glück auch am Abend noch warm, also konnten wir bis spät in die Nacht durch die erleuchteten Gemäuer schlendern.
Auf der großen Bühne wurden auch klassische Konzerte sowie Folkstänze aufgeführt, hat viel Spaß gemacht, den jungen Leuten zuzusehen, der Tanz war schnell und mit viel Energie und die Künstler hatten viel Freude dabei. Wir hatten ja schon während des Sprachkurses von unseren Mentoren einen kleinen Einblick in den ungarischen Folkstanz bekommen, also habe ich mich mit einer Freundin gleich mal in einen Tanzkurs eingeschrieben.
Gestern hatten wir unsere erste Stunde, oder besser gesagt drei! Aber es hat ne Menge Spaß gemacht und wir werden es auch fortführen. Für meine Spracherweiterung sei noch gesagt: der Kurs ist auf ungarisch. Mein Ziel wird es sein, auf jeden Fall die Witze der Tanzlehrer zu verstehen!!!
Hier noch ein paar Bilder vom borfesztivál.

Folkdance

Hanna (Finnland), Verena, Inga (Deutschland)

ich :)
Letzte Wochen haben unsere Erasmus-Organisatoren ein 'Eurodinner'
veranstaltet, eine International Drink and Food Party, bei der alle vertretenen Nationen an meiner Uni eine Spezialität ihres Landes zubereitet haben. Aber für uns war es erstmal nicht ganz einfach, ein klassisch deutsches Gericht zu finden. Doch wir waren uns dann einig, es muss Kartoffel sein! Also gab es von uns Kartoffelsalat mit Buletten und Sauerkraut, als Nachtisch Kartoffelpuffer mit selbstgemachtem Apfelmus. Auch die anderen Nationen hatten sehr leckere Sachem gezaubert und alles war ziemlich schnell weggeputzt. Ich habe mich bemüht, immer nur kleine Portionen zu nehmen, damit ich alles mal kosten kann ;) Soooooo viel Verschiedenes zu essen! Und soooooo lecker!!!

der deutsche Beitrag ;) Phuong, ich, Esther, Doreen, Daniel

ungarische Brote (hab leider vergessen, wie man es auf ungarisch nennt...), Palacsinta und Wein
unsere Erasmus-Organisatoren, was darf nicht fehlen? pálinka!

unsere Studenten aus Polen...

...und Portugal
So, ich geh jetzt in die Küche und mach mir ein schnödes Abendessen ;)
Viszlát!
Eure Katrin ^^
Thema: September 09
15. September 09
Hallo alle!
Meine zweite Woche Uni hat heute angefangen und das Chaos nimmt doch noch kein Ende. Da dachte ich, nach einer Woche wäre alles geregelt, ich weiß immer wo ich hin muss und wann es losgeht, doch nun stehen wir oder besser die anderen Studenten im vierten Jahrgang vor dem Problem, dass anscheinend Montag nachmittag zwei Kurse zeitgleich stattfinden und beide Institute ihr Fach am Bedeutensten finden und nicht von dieser Zeit weichen wollen. Welcome to Hungary...
Aber zu meinem Studentenleben etwas später. Erstmal wollte ich noch etwas genauer von meinen ersten drei Wochen Sprachkurs erzählen, oder besser vom Kulturprogramm dazwischen.
Die Organisatoren haben sich wirklich alle Mühe gegeben, uns eine Menge 'Budapest' zu bieten. Ging auch gleich am Montag los mit Budapest-Hunting, vier von den Mentoren haben sich in der ganzen Stadt verteilt und wir mussten sie finden ausgestattet mit einen Stadtplan, Da hieß es natürlich gleich mal mit den Gepflogenheiten der öffentlichen Verkehrsmittel vertraut werden und eine ungefähre Vorstellung zu bekommen, in welcher Himmelsrichtung man sich ungefähr befinden könnte. An den Treffpunkten mussten dann immer kleine Aufgaben erledigt werden, wie bestimmte Fotomotive finden, Leute im Bahnhof um ihr gelöstes Ticket bitten und möglichst viele 'Kilometer' sammeln, oder aber auch den besten und günstigsten Schnaps finden in möglichst kurzer Zeit. Und trinken natürlich auch. Ebenfalls sehr ungarisch.
Tags darauf waren wir in Buda und haben den Burgpalast besichtigt, für mich bis jetzt die schönste Sehenswürdigkeit in Budapest. Er dient als königliche Residenz, ist das höchstgelegenste Gebäude in der Stadt, womit man von oben natürlich eine wunderbare Aussicht hat (siehe Titelfoto) und das komplette Gelände bildet auf der Budaseite seinen eigenen Bezirk. Zudem beherbergt es zum Beispiel die Nationalgalerie und ist eine beliebte Location für verschiedene Veranstaltungen, wie dem Weinfestival, von dem ich in einem der nächsten Berichte etwas schreiben werde.
Buda-Castle: Nadine (links), ich, Nils, Patricia (wie gesagt, wir waren viel Deutsche im Sprachkurs ;))

Szecheni lanchid (Kettenbrücke)
Museen haben wir natürlich auch viele besucht, wie z.B. das National Museum, Palace of Arts, Museum of Fine Arts und das Terror Háza Múzeum. Dieses Gebäude diente von 1937 an der nationalsozialistischen Pfeilkreuzlerpartei als Sitz und Gefängnis, nach 1945 wurde es zum Hauptquartier und Gefängnis des kommunistischen Staatssicherheitsdienstes, viele Menschen wurden hier während der kommunistischen Diktatur in Ungarn verfolgt, gequält und getötet. Faschismus und Kommunismus an einem Ort, war auf jeden Fall sehr beeindruckend.
Terror Háza Múzeum an der Andrássy út

Beim Parlament waren wir auch.
Nora, Verena (deutsch), Kasia (Polen), ich, Hanna (Finnland)
Ausflüge ins Grüne gab es natürlich ebenso, wie z.B. auf die Margitsziget, obwohl man das nicht wirklich als 'Ausflug' bezeichnen kann, denn die Margareteninsel, befindet sich genau im Zentrum der Stadt auf der Donau zwischen den zwei Stadthälften Buda und Pest. Sozusagen eine riesengroße Parkanlage, es gibt eine riesengroße Schwimmhalle und -freibad, Fußballplatz, Ruinen eines Klosters und ansonsten nur Wiese, abgesehen von Bussen und Fahrrädern sind Fahrzeuge verboten. Ein super Ort zum chillen, oder auf deutsch 'ausruhen' ;)
Margit sziget im Grünen
In punkto Cafés und Bars gibt es hier in Budapest im Sommer etwas ganz Besonderes: kertek, auf deutsch Gärten. Es handelt sich um Kneipen, die jedes Jahr nach Ostern in Abbruchhäusern oder alten Fabriken ihre Türen öffnen, junge Künstler hängen ihre Bilder an die Wände, die Einrichtung wird zusammengewürfelt aus Spermmüll-Sofas und Gartenklappstühlen, über den Tischen hängen selbstgebaste Lampions, auf kleinen Bühnen spielen Nachwuchsbands und es wird ungarisches Bier serviert. Natürlich läuft das größtenteils auf illegaler Basis und ab September werden die Zelte wieder eingezogen und im nächsten Jahr an einem Ort aufzuschlagen. Es gibt keine Flyer oder Hinweisschilder, man kann sie nur finden, wenn man schon da war oder durch die Stadt schländert und sich durch offene Türen in die Hinterhöfe von alten Häusern traut, aus denen Musik tönt.
Einige dieser kertek haben sich inzwischen auch schon etabliert, Mietverträge geschlossen und überwintern sogar. Ein beliebter Treff für Studenten, ich jedenfalls bin ganz vernarrt in diese schöne Hinterhof-Atmosphäre...

Abend im 'Instant'
Ein schöner Tag in den Wochen war ebenso der 20. August, ungarischer Nationalfeiertag, Sankt Istvan, Fest des Staatsgründers und ersten ungarischen Königs. An dem Tag fand in der Stadt das RedBull Air Race statt, die Strecke verlief auf der Donau zwischen der Margit hid und der Szecheni lanchid. Ich war leider nur kurz da, aber das was ich sehen durfte... totally crazy!
Am Abend gab es dann noch ein Feiertags-Feuerwerk, ausgerichtet an einem südlicheren Teil der Donau zwischen zwei Brücken. Hab noch nicht viele gesehen, aber zumindest ich hab noch kein Besseres anschauen dürfen (die Besucher der Pyronale unter euch werden mir da vielleicht widersprechen ;)). Mal abgesehen von einer Gruppe kleiner Mädchen, bei jedem großen Rums und Licht, also alle 30sec, alles um uns zusammengekreischt haben wie am Spieß, man fühlte sich wie auf einem TokioHotel-Konzert. Sie hatten auch tatsächlich extra eine große Flasche Wasser dabei, damit ihnen auch gar nicht die Stimme abhanden kommt. Oje oje.
Alles in allem wunderbare, erfüllte Wochen, die ich nicht missen möchte. Und dass man gleich viele nette und interessante Leute kennengelernt hat, die man noch die ganze Zeit in Budapest antreffen kann, machte das ganze noch besser :)
So, das war jetzt genug Text und Kultur für heute. Bis zum nächsten Bericht!
Viszlat!
Eure Katrin ^^
Meine zweite Woche Uni hat heute angefangen und das Chaos nimmt doch noch kein Ende. Da dachte ich, nach einer Woche wäre alles geregelt, ich weiß immer wo ich hin muss und wann es losgeht, doch nun stehen wir oder besser die anderen Studenten im vierten Jahrgang vor dem Problem, dass anscheinend Montag nachmittag zwei Kurse zeitgleich stattfinden und beide Institute ihr Fach am Bedeutensten finden und nicht von dieser Zeit weichen wollen. Welcome to Hungary...
Aber zu meinem Studentenleben etwas später. Erstmal wollte ich noch etwas genauer von meinen ersten drei Wochen Sprachkurs erzählen, oder besser vom Kulturprogramm dazwischen.
Die Organisatoren haben sich wirklich alle Mühe gegeben, uns eine Menge 'Budapest' zu bieten. Ging auch gleich am Montag los mit Budapest-Hunting, vier von den Mentoren haben sich in der ganzen Stadt verteilt und wir mussten sie finden ausgestattet mit einen Stadtplan, Da hieß es natürlich gleich mal mit den Gepflogenheiten der öffentlichen Verkehrsmittel vertraut werden und eine ungefähre Vorstellung zu bekommen, in welcher Himmelsrichtung man sich ungefähr befinden könnte. An den Treffpunkten mussten dann immer kleine Aufgaben erledigt werden, wie bestimmte Fotomotive finden, Leute im Bahnhof um ihr gelöstes Ticket bitten und möglichst viele 'Kilometer' sammeln, oder aber auch den besten und günstigsten Schnaps finden in möglichst kurzer Zeit. Und trinken natürlich auch. Ebenfalls sehr ungarisch.
Tags darauf waren wir in Buda und haben den Burgpalast besichtigt, für mich bis jetzt die schönste Sehenswürdigkeit in Budapest. Er dient als königliche Residenz, ist das höchstgelegenste Gebäude in der Stadt, womit man von oben natürlich eine wunderbare Aussicht hat (siehe Titelfoto) und das komplette Gelände bildet auf der Budaseite seinen eigenen Bezirk. Zudem beherbergt es zum Beispiel die Nationalgalerie und ist eine beliebte Location für verschiedene Veranstaltungen, wie dem Weinfestival, von dem ich in einem der nächsten Berichte etwas schreiben werde.
Buda-Castle: Nadine (links), ich, Nils, Patricia (wie gesagt, wir waren viel Deutsche im Sprachkurs ;))

Szecheni lanchid (Kettenbrücke)
Museen haben wir natürlich auch viele besucht, wie z.B. das National Museum, Palace of Arts, Museum of Fine Arts und das Terror Háza Múzeum. Dieses Gebäude diente von 1937 an der nationalsozialistischen Pfeilkreuzlerpartei als Sitz und Gefängnis, nach 1945 wurde es zum Hauptquartier und Gefängnis des kommunistischen Staatssicherheitsdienstes, viele Menschen wurden hier während der kommunistischen Diktatur in Ungarn verfolgt, gequält und getötet. Faschismus und Kommunismus an einem Ort, war auf jeden Fall sehr beeindruckend.
Terror Háza Múzeum an der Andrássy út

Beim Parlament waren wir auch.
Nora, Verena (deutsch), Kasia (Polen), ich, Hanna (Finnland)
Ausflüge ins Grüne gab es natürlich ebenso, wie z.B. auf die Margitsziget, obwohl man das nicht wirklich als 'Ausflug' bezeichnen kann, denn die Margareteninsel, befindet sich genau im Zentrum der Stadt auf der Donau zwischen den zwei Stadthälften Buda und Pest. Sozusagen eine riesengroße Parkanlage, es gibt eine riesengroße Schwimmhalle und -freibad, Fußballplatz, Ruinen eines Klosters und ansonsten nur Wiese, abgesehen von Bussen und Fahrrädern sind Fahrzeuge verboten. Ein super Ort zum chillen, oder auf deutsch 'ausruhen' ;)
Margit sziget im Grünen
In punkto Cafés und Bars gibt es hier in Budapest im Sommer etwas ganz Besonderes: kertek, auf deutsch Gärten. Es handelt sich um Kneipen, die jedes Jahr nach Ostern in Abbruchhäusern oder alten Fabriken ihre Türen öffnen, junge Künstler hängen ihre Bilder an die Wände, die Einrichtung wird zusammengewürfelt aus Spermmüll-Sofas und Gartenklappstühlen, über den Tischen hängen selbstgebaste Lampions, auf kleinen Bühnen spielen Nachwuchsbands und es wird ungarisches Bier serviert. Natürlich läuft das größtenteils auf illegaler Basis und ab September werden die Zelte wieder eingezogen und im nächsten Jahr an einem Ort aufzuschlagen. Es gibt keine Flyer oder Hinweisschilder, man kann sie nur finden, wenn man schon da war oder durch die Stadt schländert und sich durch offene Türen in die Hinterhöfe von alten Häusern traut, aus denen Musik tönt.
Einige dieser kertek haben sich inzwischen auch schon etabliert, Mietverträge geschlossen und überwintern sogar. Ein beliebter Treff für Studenten, ich jedenfalls bin ganz vernarrt in diese schöne Hinterhof-Atmosphäre...

Abend im 'Instant'
Ein schöner Tag in den Wochen war ebenso der 20. August, ungarischer Nationalfeiertag, Sankt Istvan, Fest des Staatsgründers und ersten ungarischen Königs. An dem Tag fand in der Stadt das RedBull Air Race statt, die Strecke verlief auf der Donau zwischen der Margit hid und der Szecheni lanchid. Ich war leider nur kurz da, aber das was ich sehen durfte... totally crazy!
Am Abend gab es dann noch ein Feiertags-Feuerwerk, ausgerichtet an einem südlicheren Teil der Donau zwischen zwei Brücken. Hab noch nicht viele gesehen, aber zumindest ich hab noch kein Besseres anschauen dürfen (die Besucher der Pyronale unter euch werden mir da vielleicht widersprechen ;)). Mal abgesehen von einer Gruppe kleiner Mädchen, bei jedem großen Rums und Licht, also alle 30sec, alles um uns zusammengekreischt haben wie am Spieß, man fühlte sich wie auf einem TokioHotel-Konzert. Sie hatten auch tatsächlich extra eine große Flasche Wasser dabei, damit ihnen auch gar nicht die Stimme abhanden kommt. Oje oje.
Alles in allem wunderbare, erfüllte Wochen, die ich nicht missen möchte. Und dass man gleich viele nette und interessante Leute kennengelernt hat, die man noch die ganze Zeit in Budapest antreffen kann, machte das ganze noch besser :)
So, das war jetzt genug Text und Kultur für heute. Bis zum nächsten Bericht!
Viszlat!
Eure Katrin ^^
